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In der neuen Aula spricht Schulleiterin Andrea Reuß beim Richtfest zu den Gästen. Im Hintergrund stützen riesige Baumstämme die Decke. 

In Fürstenfeldbruck

Richtfest an der neuen Berufsschule

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Für den Bau der neuen Brucker Berufsschule greift der Landkreis tief in die Tasche. Der Zeitplan und der Kostenrahmen stimmen bisher.

Fürstenfeldbruck – Es ist das teuerste und größte Bauvorhaben des Landkreises – und es schreitet mit rasender Geschwindigkeit voran: Ein Jahr nach dem Spatenstich steht ein Teil des Rohbaus der neuen Berufsschule Fürstenfeldbruck in der Hans-Sachs-Straße.

44,1 Millionen Euro lässt sich der Landkreis das Monster-Projekt kosten – trotz klammer Haushaltslage. Landrat Thomas Karmasin sagt, bisher seien 25 Millionen Euro verbaut. „Wir liegen im Zeitplan und im Kostenrahmen.“ Im Sommer 2018 sollen die Schüler einen ersten Bereich beziehen können. Im Herbst 2020 soll dann alles fertig sein.

Mehr als hundert Menschen haben sich beim Richtfest des ersten Bauabschnittes am Dienstagvormittag in der Aula der neuen Schule versammelt. Die Dimensionen des dreigeschossigen Gebäudes lassen sich bereits erahnen. Riesige Baumstämme stützen im Erdgeschoss die Decke, die mehrere Meter über den Gästen schwebt. Der geplante Baukörper besteht aus drei Würfeln, die versetzt zueinander angeordnet sind. Sie umschließen je einen grünen Innenhof, den die Schulfamilie selbst gestalten kann. Schulleiterin Andrea Reuß sagt, man merke bereits, „dass es hier drin lichtdurchflutet sein wird“. Sie freue sich, dass der Bau so schnell wachse.

Im Herbst 2016 begannen Abrissbagger, die alte Schule den Erdboden gleichzumachen. Seitdem lernen die Auszubildenden in Containern am Stockmeierweg ganz in der Nähe der Baustelle. Es sei etwas beengt, sagt Reuß auf Nachfrage. „Aber wir hätten es uns schlimmer vorgestellt.“

Die rund 2400 Lehrlinge kommen aus unterschiedlichen Landkreisen nach Bruck. Auch die Berufe sind bunt gemischt. Es gibt sieben verschiedene Fachbereiche, darunter Elektrotechnik, Körperpflege oder Wirtschaft.

Brucks zweiter Bürgermeister Christian Götz glaubt, dass die Stadt von der Berufsschule profitiert. „Für Bürger ist es ein Grund mehr, in unserer Stadt zu wohnen“, sagt er. Zudem würden es Brucker Unternehmen zu schätzen wissen, eine solche Einrichtung vor Ort zu haben. Sie könnten damit für sich und ihren Standort bei der Suche nach qualifizierten Azubis werben. Außerdem: „Die vielen jungen Leute beleben die Innenstadt.“

Architekt Franz Balda spricht beim Richtfest von einem „wichtigen Meilenstein für das Projekt“. Gleichwohl warnte er davor, sich nun zurückzulehnen. Jetzt beginne der anspruchsvollere Teil. So müssten etwa die Arbeiter nun die Haustechnik installieren. Die neue Berufsschule soll auch unter Umweltgesichtspunkten ein moderner Bau sein. Unter anderem sind Ladestationen für E-Autos und -Bikes vorgesehen. Auf den Dachflächen sind Fotovoltaikanlagen geplant. Außerdem soll die Schule mit Fernwärme aus dem städtischen Netz versorgt werden.

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