Drei der Roller am Hauptplatz.
+
Drei der Roller am Hauptplatz.

Für einen Euro

Elektro-Roller zum Mieten in Bruck – eine gute oder eine böse Überraschung?

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
    schließen
  • Kathrin Böhmer
    Kathrin Böhmer
    schließen

Eine Firma bietet jetzt in Fürstenfeldbruck E-Scooter zum Ausleihen an. Über die Stadt verteilt stehen mehrere Roller zur Verfügung.

Fürstenfeldbruck – Die Behörden standen mit der Firma „Bird“ mit Sitz in Delaware/USA schon einige Zeit in Verbindung. Eigentlich war es das Ziel, genau zu definieren, wo die E-Scooter angeboten und wo sie wieder abgegeben werden sollen. „Wir wollten eine Vereinbarung aufsetzen, aber dann kam es zu Kommunikationsproblemen“, sagte eine Sprecherin der ÖPNV-Stelle auf Nachfrage. Nun war die Firma schneller als gedacht – und die E-Scooter sind da. Weil nach Tagblatt-Information eine verkehrsrechtliche Anordnung fehlt, geht auch der Plan zur geordneten Rückgabe zumindest jetzt nicht auf. Beabsichtigt war, dass die Miete eines Rollers nur an bestimmten Plätzen enden kann, wobei die App selbst auch so genannte Nester definiert.

Elektro-Roller im öffentlichen Raum erlaubt

Rein rechtlich betrachtet dürfen die Scooter ohne Vereinbarung im öffentlichen Raum angeboten werden. Sie dürfen nur keine Behinderung darstellen. Prinzipiell begrüßt man die E-Scooter in der ÖPNV-Stelle. Es sei ein Beitrag zur Flexibilisierung der Mobilität. Man hofft, die Roller in die geplanten Mobilitätsstationen an Bahnhöfen einbinden zu können. „Wir hoffen noch auf eine sinnvolle Abstimmung“, sagte die Sprecherin.

Elektro-Roller und die App

Wer sich einen E-Scooter ausleihen will, muss volljährig sein und sich die Bird-App auf sein Smartphone laden. Gezahlt wird per Paypal oder per Kreditkarte. Die Ausleihe kostet einen Euro, jede angefangene Minute 19 Cent zusätzlich. Die volle Rechnung wird nach Ende der Fahrt gestellt. In der App ist verzeichnet, wo man die Roller findet und wo man sie nicht parken darf. Eine No Parkin Zone gibt es etwa rund um das Brucker Finanzamt.

Fahren soll man auf Radwegen, auf Gehsteigen nur, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist. Man soll einen Helm tragen. Einen Führerschein braucht man nicht. Es gelten die selben Alkoholregen wie beim Autofahren. Lokale Partner, so heißt es auf der Homepage der Firma Bird, kümmerten sich um den Service. Auf Tagblatt-Nachfrage zu weiteren Details verwies eine Bird-Sprecherin auf die Homepage der Firma und wünschte ansonsten noch einen schönen Tag.  st/gar

Auch interessant: Entlang der S4 bei Puchheim: Aus Straße soll Rad-Schnellweg werden

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare