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Vier Gleise bis Eichenau

S 4: Abgeordneter betrachtet Bahn-Pläne mit großer Skepsis

Nachdem die Bahn vor kurzem einen Planungsauftrag für den Ausbau der S 4 vergeben hat, kritisiert Martin Runge (Grüne), dass keine vier Schienenstränge bis Buchenau vorgesehen sind – und erinnert an nie gehaltende Versprechen.

Fürstenfeldbruck/München –   Nach den Planungen der Bahn soll ein drittes Gleis zwischen Pasing und Eichenau entstehen. Runge begrüßt nun, wenn hier tatsächlich etwas vorwärtsgehen sollte. Der dreigleisige Ausbau nur bis Eichenau sei aber unzureichend, so Runge. Der Landtagsabgeordnete und Kreisrat erinnert daran, dass die S 4 keine eigenen Gleise hat, sondern sie sich mit dem Regional-, Fern- und Güterverkehr teilen muss. Dringend notwendige Investitionen wie die Entschärfung des Westkopfes Pasing und der Ausbau bis Buchenau seien immer wieder zugesagt worden, immer wieder aber in die fernere Zukunft verschoben worden.

Runge fordert nun, dass es nicht wieder bei Ankündigungen bleiben dürfe. Er erinnert, dass bereits im August 1991 die Bahn den Auftrag erhalten habe, Investitionsmaßnahmen zur Einführung des Zehn-Minuten-Takts in der Hauptverkehrszeit zwischen Buchenau und Pasing zu planen. Auch habe es in der Vergangenheit bereits Ausschreibungen in Sachen S 4 gegeben. Im Jahr 2006 etwa habe es eine Planungsvereinbarung gegeben. Damals habe sich die Bahn zu einer Vorentwurfs- und Genehmigungsplanung verpflichtet und sollte im Gegenzug die Kosten dafür vom Freistaat erhalten.

Die Genehmigungsplanung sollte im Jahr 2008 abgeschlossen sein – dabei blieb es. Und im März 2016 hätte die Bayerische Eisenbahngesellschaft verlauten lassen, dass sich die S 4 in Vorplanung befinde, zitiert Runge aus Unterlagen.

Jetzt, im Januar 2018, gebe es zum x-ten Male die Verkündung, dass die Vorplanung laufe, sagt Runge mit Skepsis ob der Ankündigung. Der Gröbenzeller befürchtet, das ein drittes Gleis nur bis Eichenau eine wesentlich geringere Wirkung haben werde als gedacht.

Die Erweiterung einer zweigleisigen Strecke auf ein drittes Gleis bringe eine Verbesserung nur um bis zu 30 Prozent, so Runge. Der Effekt eines dritten Gleises sei also gering.  st

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