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Zahlreiche Zuschauer waren am Samstagabend zum Starkbier-Anstich in den Kleinen Saal des Veranstaltungsforums gekommen, um der Fastenpredigt zu lauschen. Mitten durchs Publikum marschierten die Musiker der Kapelle Kaiserschmarrn.

Salvator-Starkbieranstich

Bissiger Barnabas watscht Lokalpolitiker ab

Kein Blatt vor den Mund nahm Fastenprediger Jürgen Kirner beim Salvator-Anstich. Im brechend vollen Kleinen Saal des Veranstaltungsforums mussten sich die Brucker Lokalpolitiker einiges von ihm anhören.

Fürstenfeldbruck – Im OB-Wahlkampf vergangenes Jahr unterlag er Erich Raff. Bei der Verlosung des Holzschlegels beim Salvator-Anstich am Samstag im Veranstaltungsforum hingegen setzte sich Florian Weber (Die Partei) gegen den Rathauschef und die anderen Stadträte durch. Ihm wurde die Ehre zuteil, das erste Fass Starkbier anzapfen zu dürfen. Und der Wirt des Brucker Klubhouse bewies, dass sich die erste Reihe im Veranstaltungsforum zu Unrecht in Sicherheit gebracht hatte. Zwar seien seine Hobbys „Ballett, Seilspringen und Reiten“, sagte Weber. Trotzdem schenkte er die erste Maß sachkundig ein.

Salvator-Starkbieranstich in Fürstenfeldbruck: Alle Bilder

Beim Anzapfen des ersten Starkbier-Fassls bewies Florian Weber Kompetenz. Neben ihm standen Manfred Lindinger und Harry Stadlmayer (beide Paulaner).

Bissig ging es danach weiter mit Jürgen Kirners Auftritt. Kirner, der wie immer als Bruder Barnabas verkleidet war, erklomm im Franziskaner-Habit mithilfe eines Koffers das Podium. Danach hielt er „keine Stammtisch-Krüglrede, sondern eine Fastenpredigt“. Rhetorisch perfekt vorgetragen, streute er häufig ein herausforderndes „Ha?“ ein und verteilte verbale Watschn an die Lokalpolitiker. Ins Gebet nahm er jene, die „irgendwann wiedergewählt werden wollen“. Dass sich Reinhold Bocklet aus dem Landtag zurückzieht, bedauerte Jürgen Kirner hingegen. Brucks Zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) sprach im Anschluss von einer fast nachdenklichen Predigt.

Kein gutes Haar ließ Bruder Barnabas an den Protagonisten der Landes- und Bundespolitik. Nicht gut weg kamen erwartungsgemäß Markus Söder („Weder das das Volk noch die Mitglieder der CSU haben entschieden, dass ein Minijobber aus Franken neuer Ministerpräsident wird“) und Bundeskanzlerin Angela Merkel („Wenn die Gottesanbeterin aus der Uckermark alle Männchen aufgefressen hat, kandidiert die 2021 nochmal. Dann heißt’s täglich grüßt das Merkeltier in der GroKo-Endlosschleife“).

Brechend voll war an diesem Abend der Kleine Saal des Veranstaltungsforums. Er freue sich, dass in einem Jahr ohne Kommunal- und OB-Wahl viele Stadt-, Kreis- und Bezirksräte zum Salvator-Anstich gekommen seien, sagte Moderator und Paulaner-Vertriebsleiter Harry Stadlmayer. „Und das, obwohl die bei uns alles selber zahlen müssen.“

Vor Lachen kaum klatschen konnten die Zuschauer beim Auftritt von Stefan Kröll. Der Finalist des letztjährigen Paulaner Solo gab pointiert seine Beobachtungen alltäglicher Situationen zum besten („Ich hab keine Angst vor der Islamisierung, eher von der Ingwerisierung durch Alfons Schubeck“). Sein trockener Humor begeisterte das Publikum so sehr, dass einige vor Lachen fast die Tische kaputt schlugen. Nach in urbairischem Dialekt vorgetragenen Weisheiten („Homosexualität vergeht, wenn man lang kalt duscht oder von Berlin wegzieht.“) forderten die Zuschauer energisch Zugaben.

Zum ersten Mal spielte die Kapelle Kaiserschmarrn auf – echte bayerische Volkslieder von Musikern in zünftiger Tracht. Dass ein Verstärker nicht schlecht gewesen wäre, zeigen die Couplets, die textmäßig kaum zu verstehen waren. Und so tat sich Vorsänger Jürgen Kirner schwer, sein Publikum zum Mitsingen zu motivieren.

Die besten Sprüche von Bruder Barnabas

  • Zu Erich Raff, dem „innig geliebten Drohnenpilot“: „Du könntest im Nebenerwerb den SCF auch noch übernehmen, mit zahlungsunfähigen Betrieben kennst du dich ja aus …. schließlich steht Bruck ja auch unter Kommunalaufsicht.“
  • Zur Sparkasse: „Wenn die Amper-Lech-Sparkassenfusion kommt, könnt’s gut sein, dass die Sparkasse nur mehr einen Bankomaten an der Hauptstraße unterhält und auch dieses traumhaft schöne und wirklich einzigartige denkmalgeschützte Bauwerk dem Vilgertshofer verkauft wird.“
  • Zum Viehmarktplatz: „Wenn ihr ned wisst’s, wie ihr des dort angehn sollt’s mit der Tiefgarage und den Markthallen … ich bring euch einen Legobaukasten ins Rathaus, dann könnt ihr gemeinsam spielen und bauen – aber Vorsicht, die Alexa Zierl versteckt gern auch mal Bauklötze!“
  • Zu den Mandatsträgern: „Denkt ihr wirklich, ihr könnt euch hier Innovationen sparen und uns alternativ bespaßen, in dem ihr die Parteibücher wechselts wie andere ihre Unterhosen?“
  • In Bruck geht nichts voran: „Drum bin ich sogar diesen depperten Latte Macchiato-Müttern in Buchenau dankbar, de euch a bissl aufmischen!“

Der Salvator-Starkbieranstich Fürstenfeldbruck 2018 in Noten

  • Moderation (Harry Stadlmayer): 2-
  • Fastenprediger (Jürgen Kirner): 3+
  • Kabarett (Stefan Kröll): 1*
  • Musikkapelle (Kaiserschmarrn): 2
  • Couplets (Kirner/ Kaiserschmarrn): 2+
  • Promi-Faktor: 1-
  • Stimmung: 1-

von Max-Joseph Kronenbitter

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