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Machen Druck (v.l.): Hans Hahn, Karl Danke und Albrecht Huber wollen Offenlegung und Neuwahlen.

Läuft dem Fußballverein die Zeit davon?

„Retter des SCF“ fordern Wahltermin und genaue Summen zur Insolvenz

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Die „Retter des SCF“ machen Druck. Am Samstagabend forderten Ex-Präsidenten des SC Fürstenfeldbruck und Stadträte bei einer eiligst einberufenen Pressekonferenz die am Insolvenz-Verfahren beteiligten Personen zum „sofortigen Handeln“ auf.

Fürstenfeldbruck – Weil ihnen immer noch keine Summen und Zeiträume über das weitere Vorgehen mit dem von der Insolvenz bedrohten Fußballverein vorliegen, gehen Ehrenpräsident Albrecht Huber, der von diesem Amt zurückgetretene Hans Hahn sowie die Stadträte Karl Danke (BBV) und Markus Droth (CSU) in die „öffentliche Offensive“. Sie fordern Vereins-Chef Jakob Ettner ebenso zur umgehenden Offenlegung von Zahlen und Daten auf wie den mit der vorläufigen Insolvenz beauftragten Münchner Rechtsanwalt Oliver Schartl.

In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz zum ungewöhnlichen Termin am Samstagabend machten Huber, Hahn und Danke deutlich, dass „uns die Zeit davon läuft.“ Sie verlangen eine umgehende Klärung darüber, wie viel Geld der SC Fürstenfeldbruck zur Rettung nun tatsächlich noch benötige, stünden bei Nennung der Summe für ein weiteres Darlehen zur Verfügung, würden „sogar noch Geld nachschieben“, machen das aber von einer „konsequenten Offenlegung“ abhängig.

Die Troika beschwert sich massiv darüber, dass sich „Ettner versteckt“ und keine ihrer Fragen mehr beantworte. Auch gegenüber dem Stadtrat und OB Erich Raff würden sich, so Danke, Präsident und Insolvenzverwalter verschließen. Huber: „Alles wird blockiert. Ettner lässt den SCF links liegen.“

Mit aller Macht und öffentlichem Druck soll Ettner nun gezwungen werden, die laut Satzung noch im ersten Quartal vorgeschriebene Jahreshauptversammlung einzuberufen. Die von 20 Prozent der Mitglieder benötigten Unterschriften für eine „zumindest außerordentliche Versammlung“ wollen sie bereits bis Dienstag vorlegen. Im Extremfall würden sie eine Durchführung auch gerichtlich erzwingen.

Huber und Hahn gestehen unverblümt, dass sie bei den heuer ohnehin fälligen Neuwahlen Ettner aus dem Amt haben wollen. „Wir wollten ihm aber einen guten Abgang verschaffen, denn er hat viel für den Verein geleistet.“ Ohne ihn würde es keinen Kunstrasen geben. „Aber er kann nicht mit Menschen umgehen“, so Hahn. Er und Huber hätten den Präsidenten lange unterstützt, „doch nun geht es nicht mehr“.

Beide Ex-Funktionäre bekräftigten bei der Pressekonferenz, keine eigenen Ambitionen für eine Amtsübernahme zu haben (Hahn: „Der SCF ist für mich und meine Familie eine Herzensangelegenheit“). Doch in Kreisen der einflussreichen Alten Liga – die Senioren-Abteilung mit namhaften Ex-Fußballern – hätten sich mittlerweile „acht Leute gefunden, die Verantwortung übernehmen wollen“ und sich für Ämter im neuen Präsidium interessieren würden.

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