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SCF-Präsident fordert Alte-Liga-Chef zum sofortigen Rücktritt auf

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Eine Woche nach der vorläufigen Rettung des SC Fürstenfeldbruck hat sich der Münchner Rechtsanwalt Oliver Schartl in seiner Funktion als Insolvenzverwalter mit einem Brief an alle Mitglieder des Vereins gewandt und die aktuelle Situation geschildert. Unterdessen hat Vereinspräsident Jakob Ettner den Abteilungsleiter der Alten Liga, Gerhard Knöchel, zum Rücktritt aufgefordert.

Fürstenfeldbruck – In einem Schreiben, das Ettner nach eigenen Angaben im Vereinsheim öffentlich sichtbar „und über dem Stammtisch der Alten Liga“ aufgehängt habe und dem Tagblatt vorliegt, wirft der Präsident dem langjährigen Manager „massives vereinsschädigendes Verhalten“ vor. Weil Knöchel der mündlichen Rücktrittsaufforderung nicht nachgekommen sei, habe der Präsident es nun schriftlich verfasst. Knöchel sagte gegenüber dem Tagblatt, dass er einen derartigen Brief „bis heute“ (Donnerstag) nicht erhalten habe. Und außerdem: „Was Ettner will, ist mir total egal. Der kann machen, was er will.“

Insolvenzverwalter Oliver Schartl bestätigt unterdessen in einem Brief an die Mitglieder, dass es Ettner und seiner Stellvertreterin Ursula Valier „in sprichwörtlich allerletzter Minute gelungen ist, ausreichende zusätzliche Gelder beizubringen, um die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu vermeiden“. Demnach hätten etliche Vereinsmitglieder mit Spenden in Höhe von fast 10 000 Euro dazu beigetragen. Schartl betont ausdrücklich, dass „ehemalige Vorstandsmitglieder keinerlei Zahlungen erbracht haben“.

Der Rechtsanwalt widerspricht in dem Brief entschieden Gerüchten, wonach ein von einem ehemaligen Ehrenpräsidenten angebotenes Darlehen in Höhe von 30 000 Euro zur Rettung des Vereins ausgereicht hätte. Zumal es sich bei der Summe um ein Darlehen gehandelt habe, das zurückgezahlt hätte werden müssen. Aus diesem Grund sei kein Vertrag abgeschlossen worden. Dagegen handle es sich bei den vom aktuellen Präsidium aufgebrachten Geldern um Spenden, die der Verein im Falle einer Umsetzung der erforderlichen Sanierungsschritte behalten dürfe. Schartl: „Es ist deutlich geworden, dass für den einen oder anderen selbst ernannten Retter des Vereins gerade nicht dessen Wohl, sondern vermutlich eigene Interessen im Vordergrund stehen.“

Abschließend erklärt der Insolvenzverwalter aus München den Mitgliedern in Bruck, dass zwar ein erster wesentlicher Schritt zur Rettung des Vereins getan wurde, in den nächsten Wochen aber noch ein genauso steiniges Stück Wegstrecke zu bewältigen sei. Schartls Appell: „Das kann nur gelingen, wenn endlich alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“

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