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Einsatz von Lösch-Schaum bei einem Brand  im Kreis Pfaffenhofen.

Altlasten im Fliegerhorst

Schadhafte Chemikalie bei Fursty: Erhöhte Messwerte im Grundwasser

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Im und am Fliegerhorst sind Schadstoffe im Grundwasser gefunden worden, deren Menge leicht über dem erlaubten Schwellenwert liegt. Dabei handelt es sich um den Stoff PFC, der früher im Löschschaum verwendet wurde. Nicht betroffen ist das Trinkwasser.

Fürstenfeldbruck - Im Flüsschen Maisach sind an der Messstelle Günding (Dachau) leicht über dem Schwellenwert liegende Schadstoffe gefunden worden. Dabei handelt es sich perfluorierte Chemikalien (PFC). Die erhöhten Messwerte im Bach entsprechend denen im Grundwasser. Das ist im Wesentlichen das Ergebnis von Beprobungen in Zusammenhang mit der Frage, welche Altlasten vom Fliegerhorst-Gelände ausgehen könnten.

Im Grundwasser des ehemaligen Fliegerhorst-Geländes bei Maisach ergaben weitere Messungen ebenfalls erhöhte PFC-Werte. Am höchsten war die Belastung im nordöstlichen Bereich des ehemaligen Militärgeländes, wie das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt München mitteilen. Wörtlich heißt es: „Die aktuellen Ergebnisse begründen den Verdacht einer Altlast oder schädlichen Bodenverunreinigung auf dem Areal des ehemaligen Fliegerhorstes.“
Die mit der Vermarktung des Geländes beauftragte Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) sowie weitere Stellen untersuchen derzeit mögliche Orte, an denen insbesondere mit PFC belasteter Feuerlösch-Schaum in den Boden gelangt sein könnte, heißt es. Hieran sollen sich weitere Untersuchungen anschließen.

Gleichzeitig wurde auch das Trinkwasser untersucht. Die Ergebnisse der Gemeinde Maisach, des Wasserbeschaffungsverbandes Germering, der Stadtwerke Germering sowie des Amperverbands seien unauffällig gewesen, heißt es in der Mitteilung. Inhabern von Einzelwasserversorgungen im Umkreis von 1,5 Kilometern um einen belasteten Brunnen östlich von Gernlinden sei empfohlen worden, vorsorglich Untersuchungen in Auftrag zu geben.

PFC wurden früher im Löschschaum eingesetzt. Sie seien aber auch in wasser- und schmutzabweisender Bekleidung enthalten oder in beschichteten Pfannen, heißt es. Verkürzt gesagt: es wurden erhöhte PFC-Messwerte festgestellt. Jetzt wird weiter beprobt.

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse werden auf der Homepage des Wasserwirtschaftsamts München zur Verfügung gestellt.

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