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Bericht auf Antrag der Grünen

Schlachthof: Ministerium legt Mängelliste vor

Das Umweltministerium sieht sich nach den Vorkommnissen im Brucker Schlachthof in seinem Plan bestätigt, die Kontrollen künftig anders zu organisieren. Das geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Fürstenfeldbruck – „Die Ereignisse um den Schlachthof Fürstenfeldbruck zeigen die Sinnhaftigkeit der Reform der Lebensmittelüberwachung in Bayern“, heißt es in der Antwort. Ab dem Jahr 2018 werde es eine neue starke und bayernweit zuständige Kontrollbehörde geben, so das Ministerium. Sprich: Die Landratsämter werden von der Kontrollaufgabe befreit, sie wird zentral organisiert.

In der Antwort listet das Ministerium auch diverse Fehler beziehungsweise Verstöße auf, die im Brucker Schlachthof festgestellt wurde. So wurde beispielsweise bereits im Jahr 2014 moniert, dass mehrfach Elektrotreiber zum Einsatz kamen und dass ein Mitarbeiter einem Rind den Schwanz umdrehte, was als sehr schmerzhaft gilt. Damals habe es diesbezüglich mündliche Anordnungen gegeben und eine schriftliche Belehrung. Thematisiert wurde immer wieder auch eine unzureichende Betäubung von Schweinen, die allerdings von Mitarbeitern erkannt worden sei. Kritisiert wurde außerdem die fehlende Fixierungsmöglichkeiten von Rindern in der Box genau wie die nicht vollständige Überdachung des Hofs. Entsprechende bauliche Veränderungen wurden dann auf den Weg gebracht. In der Mängelliste auch Thema: Eine nicht vollständige Dokumentation von Vorgängen, eine defekte Nippeltränke, ein Mangel an Betäubungsgerät, eine starke Verschmutzung eines Tränkebeckens und eine Nichteinhaltung des Zeitintervalls bis zur Entblutung.

Die Grünen bemängeln nun, dass zu wenig kontrolliert wurde. Weil das Verhalten der Belegschaft sich bei Anwesenheit eines Kontrolleurs ändere, fordern die Grünen, über permanente Videoüberwachung in sensiblen Bereichen nachzudenken, um Tierschutzverstößen vorzubeugen. (st)

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