Der Plan für die Erweiterung auf dem Schlachthofgelände: Geschäftsführer Max Keil (l.) und Betriebsleiter Alexander Hill wollen das Unternehmen in die Zukunft führen. Foto: kiener

Auf dem bestehenden Gelände

Schlachthof plant Neubau

Fürstenfeldbruck – Beim Brucker Schlachthof tut sich was: Unter anderem ist ein Neubau im Gespräch.

In dem Neubau auf dem bestehenden Gelände sollen die Tierkörper künftig feiner zerlegt und verarbeitet werden. Einige Metzgereien im Landkreis hätten in der Vergangenheit ihren Betrieb geschlossen, weil sie wegen dieser Notwendigkeit hätten aufrüsten müssen, erklärt Max Keil vom Schlachthof. Mit der neuen Produktionsstätte könne der Schlachthof weiteren Betriebsschließungen hoffentlich entgegenwirken.

Zwar müsse die Anfrage noch den Stadtrat durchlaufen, doch im Schlachthof ist man guter Hoffnung: „Wir planen schließlich nicht ins Blaue hinein, sondern zukunftsorientiert“, betont Betriebsleiter Alexander Hill. Die Bauvoranfrage für das rund 500 Quadratmeter große Projekt legt der Schlachthof in Kürze im Rathaus vor.

„In unserem Betrieb wird großes Augenmerk auf das Tierwohl gelegt“, betont Geschäftsführer Max Keil außerdem. Um den Stress für die Tiere gering zu halten, gehört es unter anderem zur Firmenphilosophie, ein Augenmerk auf kurze Transportwege in der regionalen Vermarktungskette zu legen. Auch die „Aufstallzeiten“ – die Zeit, die das Tier ab Anlieferung im Schlachthof bis zur Schlachtung verbringt – wurde bisher möglichst kurz gehalten.

Neu ist nun, dass Landwirte Tiere schon am Vorabend anliefern können. Durch die längere Aufstallzeit sollen die Tiere zur Ruhe kommen – ein Gedanke, der im Sinne des Tierschutzes in den zuständigen Gremien diskutiert wurde und nun auch im Brucker Schlachthof Anwendung finden soll. Die Landwirte wurden mit einem Rundbrief über die neuen, möglichen Bringzeiten informiert. „Wir sind bisher gut gefahren und das ist ein zusätzliches Angebot für die Landwirte“, sagt Keil.

Beliefert wird der Brucker Schlachthof von einer Stammkundschaft von rund 35 Landwirten Es werden wöchentlich, je nach Saison, 150 bis 200 Schweine, 20 bis 50 Rinder und 20 Schafe an drei bis vier Wochentagen geschlachtet. In der Regel beginnen die Schlachtungen um 4 Uhr in der Früh. Max Keil und Alexander Hill wollen den Brucker Schlachthof mit den Neuerungen zukunftsfit machen. (akk)

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