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Der Schlachthof, der nun die Normen wieder erfüllt.

Hohe Geldbußen

Nach dem Brucker Schlachthof-Skandal: Gericht verhängt Geldstrafen

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Nach dem Skandal am Brucker Schlachthof hat das Amtsgericht jetzt Strafbefehle gegen vier Beschuldigte erlassen. Ihnen werden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen.

Fürstenfeldbruck – Die Soko Tierschutz hatte im Mai 2017 mit verdeckt gedrehten Videoaufnahmen aufgedeckt, dass im Schlachthof Tiere wiederholt misshandelt wurden. Der Schlachthof wurde daraufhin geschlossen, es folgten Anzeigen gegen mehrere Beschäftigte. Ein damaliger Mitarbeiter muss nun 90 Tagessätze zu 70 Euro bezahlen, also 6300 Euro. Er hat den Strafbefehl auch schon akzeptiert, wie ein Sprecher des Amtsgerichts auf Nachfrage sagte. Dieses Verfahren sei damit rechtskräftig abgeschlossen, so das Amtsgericht. Diesem Mitarbeiter wird konkret vorgeworfen, am 15. November.2016 einem Rind durch den Einsatz eines Elektrotreibers, durch Schläge mit einer Metallgittertüre und schließlich durch Verwendung einer – nicht für Rinder zugelassenen – Elektrobetäubungszange, und am 4. April 2017 einem Schaf durch Tritte gegen den Kopf des Tieres vorsätzlich länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden zugefügt zu haben.

Ein weiterer damaliger Mitarbeiter muss 60 Tagessätze zu 40 Euro zahlen (2400 Euro), ein dritter 150 Tagessätze zu 50 Euro (7500 Euro). Ebenfalls ermittelt worden war gegen einen Amtstierarzt, der zu 90 Tagessätzen Euro á 70 Euro verdonnert wurde (6300 Euro). Die drei letzt genannten haben Einspruch gegen die Strafbefehle erhoben. Das heißt, dass es in ihren Fällen tatsächlich zu Verhandlungen am Amtsgericht kommen könnte, falls die Einsprüche aufrecht erhalten bleiben. Dem Amtstierarzt wird vorgeworfen, bei den Verstößen der Schlachthofmitarbeiter zugegen gewesen zu sein und nichts zum Schutz der Tiere unternommen zu haben, so das Amtsgericht Fürstenfeldbruck.

Nicht alle der Betroffenen hatten bereits Akteneinsicht, sagte der Sprecher des Amtsgerichts. Nach Informationen der Soko Tierschutz wurde der damalige Geschäftsführer des Schlachthofs nicht belangt.

Auf den Videos der Soko Tierschutz, die immer wieder Verstöße aufdeckt, waren diverse Misshandlungen zu sehen gewesen. So wurde einer Kuh beispielsweise der Schwanz umgedreht, was für das Tier äußerst schmerzhaft ist. Außerdem wurden Elektroschocker nicht fachgerecht bedient. Der Schlachthof wurde später mit neuer Mannschaft und neuer Leitung neu gegründet. Es folgten Umbauten, die dem Tierschutz dienen und weitere Maßnahmen. Das Haus erfüllt die EU-Normen und darf wieder schlachten. Allerdings war zuletzt die Rede vom zu geringen Interesse potentieller Kunden. 

Unterdessen kommt es zu einem Rechtsstreit zwischen Landratsamt und dem Schlachthof. Das Landratsamt hat Auflagen für die Nachbetäubung ausgesprochen, die dem Schlachthof als überzogen erscheinen. Daher klagt er gegen die Auflagen der Veterinäre. Dabei geht um um das Zucken bei Schweinen.

  st

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