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So sieht’s aus: Sachgebietsleiterin Birgit Thron erklärt den Mitgliedern des Verkehrsausschusses die Situation am Bahnhof. 

Verkehrsausschuss

Schleichweg am Bahnhof bleibt vorerst offen

Darf man in Zukunft weiterhin auf der Straße am Brucker Bahnhof fahren oder wird sie zur Einbahnstraße? Die Entscheidung wird wohl erst im Sommer fallen. Bei einem Ortstermin wird jedenfalls klar: Bauliche Veränderungen sind erst mal nicht zu erwarten.

Fürstenfeldbruck – Das Grundproblem: Die Stadtverwaltung findet, dass zu viele Autofahrer den Weg am S-Bahnhof vorbei als Abkürzung zur B 2 benutzen. Durchschnittlich ein Auto pro Minute fährt am Bahnhof vorbei, in Spitzenzeiten habe man 97 Fahrzeuge pro Stunde gezählt, erklärte Birgit Thron, die zuständige Sachgebietsleiterin, bei einem Besichtigungstermin vor Ort.

Den anwesenden Mitgliedern des Verkehrsausschusses erläuterte sie, dass vor allem die Beschleunigung des Busverkehrs Ausgangspunkt der Überlegungen war. Denn die hohe Anzahl an Fahrzeugen behindert die Linienbusse. Vele starten an der S-Bahn und müssen ebenfalls an der Kreuzung Bahnhofstraße/B 2 beim Parkplatz des Tulpenfelds ausfahren.

An der Ampelschaltung könne man aber nichts ändern, erklärte Thron. Denkbar wäre noch ein Grüner Pfeil an der Kreuzung – oder eben ein größerer Eingriff, der die Anzahl der Fahrzeuge reduziert: Dann würde der Weg am Bahnhof vorbei zur Einbahnstraße. Der Individualverkehr, der bei der Kreuzung AOK/Parkdeck einfährt, darf dann nur noch bis auf Höhe des Bahnhofgebäudes fahren.

Der Weg vorbei an den Bushaltestellen Richtung B 2 bleibt Linienbussen, Taxis und Behinderten vorbehalten. Von der Bundesstraße aus dürfte man nach dem Münchner Berg am Ortseingang weiterhin links abbiegen und am Bahnhof vorbeifahren. Weitere Gründe für eine solche Einbahnstraßen-Regelung laut Thron: Die Schulwegsicherheit für die Schüler, die vom Bahnhof zum Tulpenfeld unterwegs sind, und die zu hohe Geschwindigkeit der durchfahrenden Autos.

Es bleibe die grundsätzliche Frage, ob man den Bypass zur Bundesstraße überhaupt sperren wolle, sagte Franz Höfelsauer (CSU) bei der Besichtigung. Egal mit welcher Maßnahme, die Anzahl der Fahrzeuge werde man damit sicherlich nicht reduzieren, meinte er. Die Bahnhofstraße sei aber nie als Bypass gedacht gewesen und dafür sicherlich nicht geeignet, entgegnete Christian Götz (BBV).

Auch über die Frage, ob bei einer Einbahnstraße dann bauliche Veränderungen notwendig sind, besteht noch Uneinigkeit. Hans Schilling (CSU) meinte, eine Lösung mit lediglich Schildern und Fahrbahnzeichen sei unzureichend und „blauäugig“: „Wenn man etwas macht, dann gescheit mit Hand und Fuß.“

Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) konnte sich aber keine größeren Bauarbeiten – zum Beispiel einen kleinen Kreisverkehr als Wendemöglichkeit – vorstellen: „Einen Mini-Kreisel sehe ich hier nicht.“ Das sei äußerst zeitraubend. Geißler regte außerdem an, in den großen Ferien einen Probebetrieb mit der Einbahnstraßen-Regelung laufen zu lassen. Das Wenden von Fahrzeugen sei tagsüber bei normalem Verkehr auch kein Problem, sagte Thron. Nur bei Stoßzeiten dürfte es Staus geben.

Eine endgültige Entscheidung, ob die rigorose Maßnahme durchgeführt wird, ist aber erst bei der nächsten Sitzung des Verkehrsausschuss zu erwarten, der im Juli wieder tagt. (fd)

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