Mit Schlittschuhen wollen die Eishallen-Befürworter auf ihren sehnlichsten Wunsch aufmerksam machen. Denn aus dem Freiluft-Eisstadion soll eine Halle werden, damit man in der kalten Jahreszeit bei jeder Witterung Schlittschuh laufen kann. 

Förderverein plant Demo vor dem Rathaus

Schlittschuh-Klappern für die Eishalle

Die Unterschriften für den Bürgerantrag zum Bau der Eishalle sind gesammelt. Nun wollen die Brucker noch auf einem anderen Weg auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Sie demonstrieren heute Abend vor dem Rathaus – mit lautem Schlittschuh-Geklapper.

Fürstenfeldbruck – Der warme Januar stellt die Verantwortlichen im Eisstadion wieder vor Herausforderungen. Bei annähernd zweistelligen Temperaturen gilt es, die Fläche für die Schlittschuhläufer und die Eishockeyspieler glatt und fest zu halten. Hätte Fürstenfeldbruck eine Eishalle, wäre das alles kein Problem mehr. Darauf wollen viele Bürger am heutigen Dienstag aufmerksam machen. Mit Schlittschuhen demonstrieren sie ab 17.45 Uhr vor dem Rathaus und werden dann noch die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses besuchen.

„Wir wollen zeigen, dass viele Menschen die Eishalle möchten“, sagt Tobias Holbeck, einer der Initiatoren der Aktion und auch des Bürgerantrags zur Eishalle (wir berichteten). Der Brucker, dessen Söhne ebenfalls in der Kreisstadt Eishockey spielen, rechnet damit, dass über 50 Menschen zum Rathaus kommen.

„Wir wollen uns die Schlittschuhe um den Hals hängen und damit klappern“, berichtet der 37-Jährige. Nach der Aktion draußen wollen die Schlittschuhläufer in den Sitzungssaal. „Wir wollen nicht stören, sondern nur den Sachstand zum Thema Eishalle erfahren.“ Und ob das Thema dort überhaupt noch interessiere. Lärm machen, darauf verzichte man im Rathaus, die Politiker sollten dort schließlich ihre Arbeit erledigen können.

Auf die Idee mit den Schlittschuhen kamen die Eishallen-Befürworter durch ein Gespräch mit SPD-Politikern. Die berichteten, dass Mitglieder des TuS in Trikots im Sitzungssaal Präsenz gezeigt hätten. „Beim Publikumslauf gibt es keine Trikots, und wir wollen nicht nur als EV Fürstenfeldbruck auftreten“, erklärt Tobias Holbeck. Daher wählte man die Variante mit den Schlittschuhen.

Die Demo ist eine weitere Aktion im Kampf um die lang ersehnte Eishalle in Bruck. Denn aufgrund der oft warmen Temperaturen ist ein Eislaufen oder Trainingsbetrieb im Eisstadion oft schwierig. Daher hatten sich, unterstützt vom Förderverein, Holbeck, Roger William und EVF-Kapitän Sebastian Ehemann zusammengeschlossen. Seit Dezember sammeln sie Unterschriften für einen sogenannten Bürgerantrag. Bei diesem geht es nicht um eine Abstimmung sondern lediglich darum, dass der Stadtrat erneut über das Thema diskutiert.

350 Unterschriften sind nötig, über 500 haben die Sammler bereits zusammen. „Neun von zehn Menschen unterschreiben“, berichtet Holbeck. Vom Gefühl her würde er sagen: „Mehr als die Hälfte der Brucker möchte ein Eisstadion.“ Doch das lasse sich mit Zahlen natürlich nicht belegen. Und nicht nur Brucker reagieren auf die Initiative. Viele Menschen aus dem Umland würden sich melden und den Antrag befürworten, berichtet Holbeck. „Nur unterschreiben können sie nicht.“ Nächste oder übernächste Woche will er den Bürgerantrag einreichen. Dann folgt das nächste Kapitel der immer länger werdenden Eishallen-Geschichte. (imu)

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