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MVV-Ruftaxis sind ein Erfolg. Darüber freut sich auch Rufbus-Unternehmer Thomas Zeiler.

Pläne der Kreisverwaltung

Ruftaxi-Angebot soll erweitert werden

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Schon seit längerem gilt das MVV-Ruftaxi als Erfolgsmodell. Jetzt soll es in den Landkreis Starnberg ausgeweitet werden. Außerdem in Planung: eine weitere Expressbuslinie.

Landkreis – Das Ruftaxi hat im Brucker Landkreis vor wenigen Jahren das Anrufsammeltaxi ersetzt. Die wesentliche Änderung bestand darin, dass das neue Ruftaxi den MVV-Buslinien folgt. Die Fahrgastzahlen stiegen deutlich an, was zur Folge hatte, dass Buslinien sogar erweitert wurden.

Dieses Modell soll nun auch zumindest in Teilen im Landkreis Starnberg Einzug halten, wie aus einem Papier der Brucker Kreisverwaltung hervorgeht. Der Kreis Starnberg möchte sich bereits zum kommenden Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 am Ruftaxi beteiligen. Beabsichtigt ist demnach mindestens die Aufnahme der MVV-Linien 820 zwischen Fürstenfeldbruck und Seefeld-Hechendorf, die Aufnahme der Expressbuslinie X900 zwischen der Buchenau und Starnberg-Nord, sowie die Haltestellen der Linien 921 in Inning und Herrsching. Damit sollen Fahrgäste die Möglichkeit erhalten, auch außerhalb der Busbetriebszeiten in der Nacht und am Wochenende respektive an Feiertagen auf der gewohnten Linie den Öffentlichen Personen-Nahverkehr nutzen zu können.

Wie aus dem Papier hervorgeht, würden die Betriebskosten anteilig und territorial abgerechnet werden. Starnberg würde sich außerdem an den Fixkosten der Taxi-Zentrale, wo die Fahrten koordiniert werden, beteiligen. Gerade letzteres würde einen Vorteil für den Landkreis Fürstenfeldbruck bringen. Denn die von ihm hierfür getragenen Kosten würden um rund 54 000 Euro im Jahr sinken.

Wie es in dem Papier außerdem heißt, sind die Fahrgastzahlen im Ruftaxi nach wie vor steigend, obwohl schon einige Bedarfsfahrten – das Taxi muss man bestellen – in reguläre Linien umgewandelt wurden. Im Jahr 2016 wurden im Kreis Bruck 75 887 Fahrgäste befördert. Im Jahr 2017 waren es schon 94 986 Fahrgäste – und die sich im Jahr 2018 abzeichnende Tendenz geht in Richtung einer weiteren Steigerung von um die 5,3 Prozent.

Das Thema wird nun am Donnerstag, 20. September, dem Planungsausschuss des Brucker Kreistags vorgelegt, wo außerdem einige weitere Verbesserungen im Bussystem auf der Tagesordnung stehen. Geplant ist beispielsweise ebenfalls zusammen mit Starnberg die Schaffung einer Expressbuslinie von Fürstenfeldbruck über Gilching, das Kraillinger KIM bis zum Klinikum München-Großhadern ab dem Jahr 2020. Die Fahrt aus Fürstenfeldbruck nach Großhadern würde mit dieser Linie 50 Minuten dauern, das KIM wäre in 26 Minuten zu erreichen. Der Bus würde außerdem in Alling, Planegg und Martinsried halten. Er würde eine Verbindung aus Bruck bis zur U 6 in München bedeuten. Den Landkreis Bruck würde die Linie, Fördermittel noch nicht abgezogen, wohl bis zu 141 000 Euro im Jahr kosten. Insgesamt baut der Landkreis sein ÖPNV-Angebot ständig weiter aus.

So sieht es in der Ruftaxi-Zentrale aus.

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