„An die Bewohner des Altenheims“ schrieb Schülerin Pia von der Ferdinand-von-Miller-Realschule.
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„An die Bewohner des Altenheims“ schrieb Schülerin Pia von der Ferdinand-von-Miller-Realschule.

Fürstenfeldbruck

Schüler schreiben Briefe an Senioren

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat die Ferdinand-von-Miller-Realschule Fürstenfeldbruck für das Projekt „Schreiben gegen die Einsamkeit – Worte vereinen Jung und Alt“ prämiert.

Fürstenfeldbruck – In die Wege geleitet hat das Projekt Sabine Stephani. Sie ist Lehrerin und Leiterin der Arbeitsgruppe „soziales Engagement“ an der Brucker Realschule.

Für das Projekt haben die Schüler aufmunternde Briefe an Pflegeeinrichtungen im Landkreis geschickt. Die Auszeichnung erhält die Schule im Rahmen des Prämien-Programms für die landkreiseigenen Schulen.

Der Preis war mit 1700 Euro dotiert. Im ersten Lockdown wollte sie sich mit ihrer AG für Bedürftige einsetzen. Ins Auge gefallen sind ihr die Bewohner der Pflegeheime. Die Bewohner würden oft nicht verstehen , warum sie so abrupt keinen Besuch mehr bekommen, so Stephani. Also rief sie alle Schüler per E-Mail dazu auf, Briefe an die Heimbewohner zu schreiben. „Gerade die Mädels wurden da kreativ“, so die Lehrerin. Sie hätten zusätzlich zu den Briefen kleine Geschenke gebastelt und gemalt. Insgesamt wurden mindestens 50 Briefe verschickt. Stephani glaubt aber, dass es tatsächlich deutlich mehr waren.

Eine besonders schöne Erfahrung machte die Neuntklässlerin Flora, die mit einer 83-jährigen Heimbewohnerin eine enge Brieffreundschaft aufbaute. „Sie haben sich bestimmt sieben oder acht seitenlange Briefe geschickt“, erzählt Stephani. Im Sommer hätte sich Flora dann sogar mit der Heimbewohnerin zum Eisessen verabredet. „Eine sehr süße Geschichte“, sagt die Lehrerin.

In den meisten Fällen bekamen die Absender aber keine Rückmeldung aus den Heimen. „Darum ging es aber auch nicht“, so Stephani. Die Senioren hätten sich sehr über die Briefe gefreut, das sei die Hauptsache.

Und auch die Schüler haben gefallen an der Idee gefunden. „Sie waren begeistert, anderen Menschen so einfach eine Freude machen zu können“ so die Initiatorin der Aktion. Einige Schüler wollen sich auch über das Projekt hinaus Privat für die Heimbewohner engagieren, erzählt Stephani. pb

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