Die Richard-Higgins-Grundschule im Brucker Westen. Vorne der Schulbau, hinten links am Rand die bereits bestehenden Container. Daneben werden die neuen Container, ebenfalls auf dem Rasen, aufgestellt. Die Tartanbahn daneben bleibt frei. tb-foto

Platznot an der Richard-Higgins-Grundschule 

Schulcontainer kommt erst im Frühjahr

Fürstenfeldbruck - In letzter Sekunde hat die Stadt eine Lösung für die Raumnot an den Schulen im Brucker Westen gefunden. 50 Kinder hätten sonst keinen Platz in der Mittags- und Hausaufgabenbetreuung gefunden. Im Frühling wird ein Container aufgestellt. Bis dahin gibt es für Vereine und Schüler Einschränkungen.

Die Stadt hätte es ahnen können. Die Räume in der Richard-Higgins-Grundschule und an der unmittelbar angrenzenden Mittelschule West sind alle belegt. Die Schülerzahlen steigen, weil in den vergangenen Jahren immer mehr Neubaugebiete im Westen entstanden sind. Bereits zum September 2015 gab es an der Grundschule 19 Klassen. Auf dem Bolzplatz mussten Container aufgestellt werden, in denen seither drei Klassen unterrichtet werden.

Die Mittagsbetreuung kam bisher unter anderem in einem Zimmer in der Mittelschule unter. Weil nun aber 20 Grundschulklassen zusammenkommen, wird das Zimmer dafür benötigt. Wohin also mit der Mittagsbetreuung, die nach Schulende um 11.10 Uhr startet und bis 14 Uhr dauert. Auch die anschließende Hausaufgabenbetreuung (bis 15.30 Uhr) braucht einen Platz.

Ursprünglich hatte die Stadt gedacht, es sei möglich, die Kinder auf andere Einrichtungen zu verteilen. Doch das ist laut dem dafür zuständigen Schulamt nicht möglich. Also sollen Container etwa in der Größenordnung des bereits bestehenden auf dem Sportgelände an der Richard-Higgins-Straße aufgestellt werden. Kostenpunkt: etwa 500 000 Euro für vier Jahre. Darin hätten auch mehr Schüler Platz, falls die Zahlen weiterhin ansteigen.

Allerdings werden die Container voraussichtlich erst im Frühjahr 2017 geliefert. Bis dahin kommen sowohl auf Schüler als auch auf Sportvereine Einschränkungen zu. Denn die Kinder werden vorerst im Gymnastikraum der Grundschule untergebracht. Den nutzen die Schüler, etwa für Religionsunterricht, aber auch Vereine. Der Unterricht kann voraussichtlich in anderen Klassenzimmern stattfinden. Doch die Sportvereine müssen ausweichen. Mittelschul-Rektor Anton Hirsch versucht, die kleine Turnhalle unter der Woche voraussichtlich ab 15.30 Uhr zur Verfügung zu stellen.

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