Schluss mit Freilauf: So wie diesen Hühnern könnte es schon bald allen im Landkreis gehen. Die Halter sind bereits aufgefordert, sich auf eine Stallpflicht einzustellen. dpa
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Schluss mit Freilauf: So wie diesen Hühnern könnte es schon bald allen im Landkreis gehen. Die Halter sind bereits aufgefordert, sich auf eine Stallpflicht einzustellen. dpa

Landkreis Fürstenfeldbruck

Schutz vor Geflügelpest: Behörde erlässt Aufstallpflicht - Tote Tiere nicht berühren

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Es ist noch kein Fall im Landkreis bekannt, aber in der Nachbarschaft: Zum Schutz der Geflügelhaltungen vor der Geflügelpest ordnet das Landratsamt Fürstenfeldbruck daher die Aufstallung von Geflügel an.

Fürstenfeldbruck - Zum Schutz der Geflügelhaltungen vor der Geflügelpest ordnet das Landratsamt Fürstenfeldbruck die Aufstallung von Geflügel an. Die Verpflichtung gilt für alle privaten und gewerblichen Halter von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen.

Die Tiere müssen in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung gehalten werden, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung besteht, wie das Landratsamt mitteilt.

Ausschlaggebend ist die Risikobewertung

Nach einer aktuellen Risikobewertung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit werde das Infektionsrisiko für ganz Bayern derzeit als hoch angesehen. Die Aufstallung von Nutzgeflügel zur Verhinderung des Kontakts mit Wildvögeln stelle die effektivste Maßnahme zum Schutz der Nutzgeflügelbestände dar. Darüber hinaus gölten bereits seit Februar für alle Geflügelhaltungen Biosicherheitsmaßnahmen. Durch diese Maßnahmen soll der Eintrag und die Verschleppung des Erregers in bzw. aus Nutzgeflügelhaltungen verhindert werden.

In Bayern sind bislang 24 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln sowie vier Fälle bei Hausgeflügel amtlich festgestellt worden. In Oberbayern wurden infizierte Wildvögel in den Landkreisen Starnberg, Landsberg am Lech und Neuburg-Schrobenhausen gefunden. Tot aufgefundene Vögel sollten nicht angefasst und die Funde von Wasser- und Greifvögeln dem Veterinäramt Fürstenfeldbruck gemeldet werden.

Weitere Infos zur Geflügelpest findet man hier.

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