Training für 2016

Sie schwitzen jetzt für den nächsten Fasching

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Olching/Fürstenfeldbruck – Bisher denken wohl noch die wenigsten an Faschingskrapfen, Luftschlangen und Konfetti. Ein paar Narren aber gibt es, die die fünfte Jahreszeit schon jetzt fest im Blick haben. Bei den Faschingsgilden in Olching und Bruck bereitet man sich bereits auf die kommende Saison vor.

Stoffe für die Kostüme aussuchen, selbige entwerfen, das Show-Konzept erarbeiten, die passende Musik auswählen: „Im Sommer passiert sehr viel“, sagt Martina Klein. Sie ist Präsidentin der Faschingsgilde Olching (FGO). Bereits seit Anfang Juni tüfteln die Olchinger an ihrem Programm für die kommende Saison. „Der Motto-Musik-Ausschuss kümmert sich gemeinsam mit den Trainern um die neue Show“, erklärt Klein das Prozedere. Man überlegt sich, welche Musik zu der Geschichte passt, die heuer erzählt wird und vor allem auch, ob alles zum Prinzenpaar passt.

Für die Präsidentin selbst startet die Vorbereitung auf die närrische Zeit aber schon früher. „Im April beginnen die Planungen“, so Klein. „Es gibt eigentlich keinen Monat, in dem ich nicht mit Fasching zu tun habe.“ Höchstens zwei, drei Wochen nach Saisonende sei mal Ruhe.

Um neue Tänzer für ihre Showtanzgruppe „Spirits of Motion“ zu finden, organisiert die FGO immer kurz vor den Sommerferien ein Schnupper-Training. Obwohl heuer die Sonne vom Himmel brannte, fanden einige Interessierte den Weg ins Fitness-Studio. Da hieß es Schwitzen statt Abkühlen im Badesee. „Die beiden Trainer haben rund zwei Stunden Programm gemacht, vor allem Konditionstraining“, erzählt Klein. Danach wurden die Teilnehmer für die Mühen belohnt: Es wurde gemeinsam gegrillt. „Die Leute hatten auf jeden Fall ihren Spaß.“

Seit ein paar Tagen ist es aber richtig ernst geworden: Denn da begann das Training – sowohl für die Neulinge als auch für die alten Hasen. Schließlich muss bis zur Inthronisation Anfang Januar alles sitzen. Dafür wird an drei Abenden die Woche für rund zweieinhalb Stunden geübt. „Das ist schon ein straffes Programm über die Monate“, sagt Klein.

Durch das Schnuppern findet die FGO nicht nur Tänzer. „Es kommen auch welche, die bei der Technik helfen oder sich anderweitig engagieren wollen“, so Klein. Oft seien das die Freunde der tanzbegeisterten Frauen.

Bei der Brucker Heimatgilde ist man hingegen in punkto Training und Vorbereitung schon etwas weiter als in Olching. „Wir präsentieren das Programm aber auch schon im Dezember“, so Daniel Brando. Faschingsstimmung hat sich deshalb aber beim Gildemeister noch nicht breit gemacht. „Die kommt erst, wenn es wieder kühler wird“, sagt er und lacht. Eine gewisse Vorfreude sei aber durchaus schon vorhanden.

Bis die Kostüme sitzen, dauert es noch

Die Brucker „No Limits“ üben ihre Schritte, Drehungen und Hebungen bereits seit Juli – zweimal die Woche für jeweils zwei Stunden. „Dabei steht momentan der Sport und der Spaß am Tanzen im Vordergrund, nicht der Fasching“, sagt Brando. Wie die Olchinger so veranstalten auch die Brucker ein Probe-Training. Sieben neue Tänzer hat die Heimatgilde dadurch heuer gewonnen. Fünf davon sind komplette Anfänger. „So viele Einsteiger auf einmal, das ist schon selten“, meint der Gildemeister.

Derzeit wird noch in Sportklamotten und Turnschuhen trainiert. Ihre Schuhe bekommen die Tänzer aber bereits Anfang September. Denn Tanzen in hohen Schuhen will geübt werden. „Viele sind das nicht gewohnt“, so der Gildemeister. Zudem müsse man die Gelenke auf die hohen Hacken vorbereiten.

Bis die Gruppe aber kostümiert üben kann, dauert es noch. Derzeit hat nur einer der Tänzer ein Kostüm an – zum Test. „Es wird geschaut, ob es richtig sitzt und ob sich die Bewegungen damit machen lassen“, erklärt Brando. Erst, wenn alles passt, werden die restlichen Kostüme geschneidert. Ab November können die Tänzer dann in ihnen trainieren – und spätestens dann stellt sich auch die Faschingsstimmung ein.

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