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Das Studio ist sein Hobbyraum: Thomas Stupica moderiert seit mittlerweile 20 Jahren beim Radiosender Top-FM.

Er moderiert seit 20 Jahren bei Top-FM.

Seine Stimme kennt der ganze Landkreis

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Fürstenfeldbruck - Er ist die Stimme der Region. Thomas Stupica (47) sitzt seit mittlerweile 20 Jahren hinterm Mikrofon des regionalen Radiosenders Top-FM. Manchen weist er auch im Auto den Weg, und zwar als Navi-Stimme.

Als am 19. Mai 1990 Radio FFB (dann 106.4, jetzt Top-FM) erstmals mit einem Liveauftritt vor der Sparkasse auf Sendung ging, war Thomas Stupica schon dabei. Mittlerweile spitzen im Schnitt 40 000 Hörer zwischen Zugspitz- und Donauregion regelmäßig die Ohren, wenn der in Esslingen geborene Österreicher mit Wohnsitz in Olching und Kitzbühel meist am Samstag und Sonntag von morgens bis abends im Top-FM-Studio im Hinterhof der Schöngeisinger Straße in Bruck „on air“ ist.

Auf rund 3000 Sendungen hat er es gebracht. „Leidenschaftlich gern“ moderiert er seit 20 Jahren. „Der Sender ist wie geschaffen für mich. Denn ich muss mich über die Musik identifizieren. Und das ist erdiger Rock der 1970er- und 1980er-Jahre.“ Weshalb er bei Radiostationen, die sich einer jüngeren Hörerschaft und damit modernerer Musik verschrieben haben, ein Fremdkörper wäre. „Top-FM ist mein Hobby. Andere gehen zum Angeln, ich zum Senden.“ In Bruck schmeißt Stupica den Laden allein im Studio, bedient das Hörertelefon, wenn treue Fans Blitzer und Staus melden, oder verwaltet regionale News.

Für „Stupi“ ist sein Senderdasein in der Provinz ein eher entspannender Ausflug von seinem globus-umspannenden Alltag. Als Boris Becker und Steffi Graf den Tennisboom nach Deutschland brachten, war ihnen Stupica stets auf den Fersen.

Die journalistische Laufbahn begann er als Gymnasiast in Esslingen bei der dortigen Lokalzeitung als Freier Mitarbeiter. Aufgewachsen ist er quasi im Fernsehstudio des SWR. Sein Vater war Kameramann, die Mutter Maskenbildnerin. Der Sohnemann berichtete später für so ziemlich alle Radiostationen, die es hierzulande gibt, war TV-Kommentator für Eurosport, Redaktionsleiter bei RTL, Projektmanager von Tennis-Galas, Autor beim österreichischen Servus-TV, Boulevard-Reporter für ARD, ZDF, ProSieben und Sat1.

Vor einem Jahr entwickelte der leidenschaftliche Golfspieler und Porschefahrer auch noch eine spezielle Drohne, mit der er weltweit die angesagtesten Plätze im 3D-Format verfilmte. Dabei hat er im Studio an der Schöngeisinger Straße noch die Pionierzeiten unter Radiogründer Rolf Moser (Puchheim) erlebt. Es war die Ära, als er an der Seite von Rolf Störmann (jetzt Stadionsprecher beim FC Augsburg) und dem legendären Rico Rank – er hat heute mit Radio nichts mehr am Hut – noch die Schallplatten auf- oder später die CDs einlegte.

Die Werbung wurde manuell vom Kassettenrekorder zugespielt. Undenkbar heutzutage, wo alles digitalisiert vom Computer kommt und die stündlichen Nachrichten von einem überregionalen Zulieferer eingespielt werden. Der Studio-Alltag „ist schon sehr entspannt geworden“.

Stupica ist ständig auf Achse, pendelt zwischen Kitzbühel und Olching („Eine schöne Stadt, auch weil alles auf kurzen Wegen erreichbar ist“), wo er seit zwei Jahrzehnten ebenso daheim ist wie in Salzburg. Dort ist er Chef vom Dienst im Red Bull Media House. Das ist die Schaltzentrale des legendären Dietrich Mateschitz, der in seiner monetären Sponsorfunktion momentan den Bundesliga-Fußball in Leipzig auf neue Höhen treibt.

Fußball schaut auch Stupica. Ebenso sitzt er jedes Jahr wieder beim Fronleichnamsrennen auf der Olchinger Speedway-Tribüne. Doch noch öfter postet er via Facebook seinen gerade aktuellen Standort auf einem Golfplatz. Der kann heute auf Mallorca sein und morgen in Dubai. Doch am Wochenende ist er stets pünktlich zurück im Studio an der Schöngeisinger Straße – regelmäßig seit zwei Jahrzehnten.

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