Lawinenabgang im Berchtesgadener Land - Großeinsatz

Lawinenabgang im Berchtesgadener Land - Großeinsatz
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Die graue Sandbiene

An der Fliederstraße in Bruck

Seltene Bienen nisten am Spielplatz

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Fürstenfeldbruck - Ein seltenes Insekt hat sich in Bruck im wahrsten Sinne des Wortes eine Spielwiese gesucht: Die Graue Sandbiene hat sich an einem Spielplatz in der Buchenau niedergelassen. Eltern müssen aber keine Angst um ihre Kinder haben.

 Es surrt auf der Wiese an der Fliederstraße. Und auch nahe der Abt-Anselm-Straße im Brucker Westen sind die kleinen Insekten unterwegs.

Die sogenannte Graue Sandbiene (lateinisch Andrena cineraria) hat dort seit Juni einen idealen Lebensraum gefunden. Die Tiere nisten in der Erde. Also muss der Boden locker sein – so wie der am Spielplatz. Die Insekten, die in ganz Europa vorkommen, legen unterirdische Brutkammern an. Oft nisten sie in Kolonien. Unter der Erde und von außen unsichtbar sind viele solcher Nester nebeneinander angelegt.

„Die Bienen sind streng geschützt, deshalb hat die Feuerwehr in Absprache mit der Stadt und dem Landratsamt das Brut-Areal abgesperrt“, erklärt Michaela Schleicher, Kreisfachberaterin für Gartenkultur. Doch selbst wenn die Behörde gewollt hätte: Man darf die Insekten auf keinen Fall entfernen. Auch die Brutstätten dürfen nicht zerstört werden. Und das ist auch gut so. Denn die Sandbiene ist nicht nur selten, sie ist auch sehr nützlich für den Menschen. Denn sie bestäubt vor allem Obstbäume – von denen gibt es rund um den Spielplatz einige.

Angst müssen die Bürger vor den Tierchen nicht haben. Denn die Männchen haben gar keinen Stachel. Sie sind nicht gefährlich, auch wenn sie beispielsweise auf Brautschau hektisch über den Erdboden fliegen.

Bei den Weibchen ist der Stachel so schwach ausgebildet, dass er die menschliche Haut nicht einmal durchdringen könnte. „Die Sandbiene ist eine äußerst friedliche Art. Es macht Spaß, die Tiere zu beobachten“, sagt Schleicher.

Viele Brucker hätten sich bereits interessiert gezeigt. Oft kämen Eltern mit ihren Kindern auf den Spielplatz, um die etwa zehn bis 14 Millimeter langen Insekten zu sehen. Wer genau hinschaut wird feststellen, dass der Hinterleib der Tiere leicht blau schimmert. Dass die Insekten Interesse wecken, findet Schleicher toll. Wichtig sei nur, dass die Bürger die Absperrung nicht übertreten.

Wenn die kleinen Besucher weiterhin in der Fliederstraße bleiben, wird das momentan nicht nutzbare Spielgerät an einen anderen Platz auf dem Areal versetzt. Schleicher: „Das dürfte kein Problem sein.“ Vorerst bleibt die Absperrung laut Aussage der Stadtverwaltung aber bis zum Frühjahr 2017 an dieser Stelle bestehen.

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