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Freute sich über die „volle Hütte“: Der Kreischef der Seniorenunion, Horst Jirgl, begrüßte viele Gäste beim Neujahrsempfang. Er komme aus der Gastwirtschaft, sagte er, „da ist es besonders schön, wenn man voll ist“. 

Neujahrsempfang bei der Senioren Union

Senioren zu „Lust am Leben“ aufgefordert

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Es gebe Probleme in Deutschland. Aber es sei nicht alles schlecht – vor allem nicht im Landkreis. Das betonte Landrat Thomas Karmasin (CSU) beim Neujahrsempfang der Kreis-Seniorenunion.

Fürstenfeldbruck Über eine volle Cafeteria im Theresianum freute sich der Chef der Kreis-Seniorenunion, Horst Jirgl. Neben gut 60 Senioren waren viele CSU-Vertreter gekommen. Vor seinem Vortrag nahm Karmasin Stellung zu seinem Spontan-Auftritt beim Puchheimer Neujahrsempfang, als er sich von der ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Vera Lengsfeld provoziert gefühlte hatte. „Die hat die Situation in unserem Land derart negativ dargestellt, und alles hat Frau Merkel in den Graben gewirtschaftet.“ Dem musste er widersprechen. Denn man lebe in einem Land, das nicht am Abgrund stehe, sondern in dem es den Menschen überwiegend gut gehe.

„Sie leben in dem Landkreis mit der höchsten Lebenserwartung in Deutschland“, leitete Karmasin zum Thema seines Vortrags „Leben im Landkreis Fürstenfeldbruck“ über. Man sei im Landkreis „gut unterwegs, weil wir eigentlich alles haben“. So verfüge der Kreis über ein gutes Krankenhaus, das wirtschaftlich gut dastehe. Der Landkreis mit seinen 18 weiterführenden Schulen sieht sich als Bildungsstandort, so Karmasin. Die Schulen würden über die Parteigrenzen hinweg priorisiert – noch vor dem Straßenbau. Man habe ein hervorragendes Bussystem im Landkreis, alle Schulen seien gut erreichbar.

Als wichtig erachtet Karmasin die zweite Stammstrecke, denn für die vielen Auspendler gehe nichts ohne funktionierende S-Bahn. Arbeitsplätze in den Landkreis zu verlagern sei nicht das große Problem, sondern der Fachkräftemangel. Das Problem der Arbeitsplätze sei eng verknüpft mit den Themen Wohnraum und Mobilität.

Von der Energiewende im Landkreis habe er sich mehr erhofft. Keine Kommune sei daran gehindert, die 10-H-Regelung außer Kraft zu setzen, um Windräder zu bauen. Doch derzeit herrsche Stillstand. Ziel 21 würde viel Furore machen, so entstünden aber keine Windräder.

Es sei eine wichtige Aufgabe, die „vierte Generation“ zu mobilisieren und zu motivieren, sagte der 71-jährige Thomas Goppel, Landesvorsitzender der Seniorenunion. Er ist dagegen, dass man in der Zukunft weiterhin von drei Generationen rede. Es gebe vier, so Goppel: die erste bis 25, dann käme die zweite und dritte bis 75, und dann komme die vierte von 75 aufwärts. Alles andere sei falsch.

„Erfahrung gestaltet Zukunft, den Satz habe ich dick“, sagte Goppel. Er bedeute, „ich lehne mich im Sessel zurück und will ich meine Ruhe“. Der Satz solle umgewandelt werden in „Lust auf Leben“. Wenn es gelinge, den Begriff der „vierten Generation“ durchzusetzen, dann habe die Gesellschaft eine Chance. „Es ist besser, die Lust auf Leben entsprechend darzustellen, als ständig davon zu reden, dass man gestern gut war, aber heute die anderen machen lassen will. Das ist ein bisschen zu wenig. Dazu fordere ich Sie auf.“

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