Anna Schmidt kommt aus Kaufbeuren. Foto:tb

Porträt

Sie managt den Bürgerpavillon in Fürstenfeldbruck

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Einen typischen Arbeitstag gibt es bei Anna Schmidt nicht. Manchmal hilft sie Schulkindern bei den Hausaufgaben. Ein anderes Mal gräbt sie Gemüsebeete am Fürstenacker um und pflanzt Setzlinge  - ein Porträt über die Leiterin des Brucker Bürgerpavillons.

Fürstenfeldbruck – Seit Anfang des Jahres kümmert sich die 27-Jährige um den Bürgerpavillon an der Heimstättenstraße, einem Treffpunkt für Bürger im Westen Brucks. Sie ist die Nachfolgerin von Katharina Weyer.

Wer sich mit ihr unterhält, merkt schnell: Anna Schmidt ist noch nicht ganz in Bruck angekommen. Vieles ist noch neu für die Kaufbeurerin. Vor kurzem erst hat die gelernte Bürokauffrau ihr Studium beendet. Nach ihrem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr beim Bayerischen Roten Kreuz hat sie an der Kemptener Fachhochschule Gesundheitswirtschaft studiert. Die Absolventen haben nicht nur Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen, sie kennen sich auch mit sozialen Einrichtungen aus. Eine Stelle, die beide Aspekte vereint, fand Anna Schmidt in ihrer Heimat nicht. So verschlug es sie in die Amperstadt.

Mit ihrer Arbeit im Bürgerpavillon will Anna Schmidt einen Ort gestalten, an dem unterschiedlichste Menschen gerne zusammenkommen, gemeinsam etwas Neues erschaffen, sich austauschen und unterstützen. „Ich kümmere mich um viele verschiedene Projekte“, sagt sie. Wer einen Raum für eine Feier mieten möchte, kann sich an Anna Schmidt wenden. „Im Bürgerpavillon gibt es fast jedes Wochenende Geburtstags- oder Babypartys“, sagt sie. Es ist für 30 bis 45 Gäste Platz.

Zu ihr können aber auch Menschen kommen, die Behördenbriefe nicht verstehen oder Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen und beim Formulieren von Bewerbungen brauchen. Außerdem kümmert sie sich um Grundschulkinder. „Die Hausaufgabenbetreuung organisiert zwar der Bürgerverein zweimal wöchentlich, aber wenn Not am Mann ist, springe ich ein.“

Jetzt, da der Frühling Einzug hält, kann Anna Schmidt das tun, was sie auch in ihrer Freizeit am liebsten macht: Sie verbringt Zeit draußen an der frischen Luft. Anna Schmidt ist Ansprechpartnerin für die rund 50 Hobbygärtner, die den etwa 4000 Quadratmeter großen Fürstenacker bewirtschaften. Auf der Fläche gegenüber des Hagebaumarkts kann jeder Brucker in einer Parzelle Gemüse, Sträucher und Kräuter säen, pflanzen und ernten. Die Stadt stellt das Areal für das Projekt des Bürgerpavillons kostenlos zur Verfügung.

„Ich finde es toll, dass es in Fürstenfeldbruck ein so vielfältiges Netzwerk von Initiativen und Vereinen gibt“, sagt Anna Schmidt. „Auch wenn ich die Stadt und die Menschen erst noch genauer kennenlernen muss.“ Kürzlich war sie beim Team der Brucker Tafel, im LiB-Mehrgenerationenhaus und im P6 Neo, der Begegnungsstätte für Suchtkranke. Mit der Brucker Elternschule hält sie ebenfalls Kontakt. Sie will ein offenes Ohr haben für die Bürger, für ihre Sorgen und Anliegen.

Sie selbst tankt neue Kraft am liebsten in der Natur. In ihrer Allgäuer Heimat radelt und schwimmt Anna Schmidt oder sie testet mit ihrem Freund Kochrezepte. Ein paar Gerichte kocht sie mit den Hobby-Gärtnern vom Fürstenacker vielleicht nach. Aber erst im Herbst, nach der Ernte.

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