Die 14- bis 17-Jährigen (von u.n.o. und von l.n.r.): Emily Reeb , Korbinian Butterer, Niklas Roth, Veronika Droth, Hannah Paulina Füner, Loi Rothenberger, Lisa Rubin, Lukas Braumiller und Erich Raff.
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Die 14- bis 17-Jährigen (von u.n.o. und von l.n.r.): Emily Reeb , Korbinian Butterer, Niklas Roth, Veronika Droth, Hannah Paulina Füner, Loi Rothenberger, Lisa Rubin, Lukas Braumiller und Erich Raff.

Fürstenfeldbruck

Sie sind der Draht der Stadt zur Jugend

  • Ingrid Zeilinger
    VonIngrid Zeilinger
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Sie sollen die Interessen junger Brucker an die Stadt herantragen. Die Mitglieder des Stadtjugendrates wollen junge Menschen aber auch für Politik begeistern. Beides geht auch unter Pandemiebedingungen, sagen sie.

Fürstenfeldbruck – Eine Wahl im Corona-Modus, ein Start mit Abstand und Maske: Der neue Stadtjugendrat hat mitten in der Corona-Pandemie seine Arbeit aufgenommen. Doch die Euphorie ist durch das Virus keineswegs gebremst. Die Jugendlichen sind voll Tatendrang und Vorfreude auf ihr Vereinsheim.

„Wir kriegen alles genauso gut hin, als ob wir uns treffen würden“, sagt Korbinian Butterer, neuer Vorsitzender des Stadtjugendrats. Der 16-Jährige und seine Mitstreiter haben sich mit den Online-Sitzungen arrangiert und nutzen das Tool Jit.si eifrig, um an ihren Projekten zu arbeiten. Allen voran der Graffiti-Wettbewerb zur Gestaltung der Unterführung an der Dachauer Straße. „Wir haben schon einige Rückmeldungen bekommen“, berichtet Butterer. Jetzt steht die Auswahl durch den Stadtjugendrat in Absprache mit der Stadt an. Die Mitarbeiter des Bauhofs werden die Unterführung noch weißeln, dann können die Graffiti-Künstler loslegen.Geht es nach den Jugendlichen, können weitere Unterführungen folgen.

Außerdem plant de Stadtjugendrat eine Video-Kampagne zur Bundestagswahl im Herbst. Das Ziel: Die Jungwähler zum Gang an die Urne zu motivieren. Die Aktion ist der Ersatz für die Politiker-Messe an Schulen, die die Jugendlichen eigentlich auf die Beine stellen wollten. Doch Corona lässt es nicht zu, dass die Spitzenkandidaten vor Ort den Erstwählern Rede und Antwort stehen.

Daher kam man auf die Idee der Videos: „Wir wollen die Spitzenkandidaten der Parteien aus dem Landkreis einladen und ihnen Fragen stellen“, erklärt Butterer. In drei Minuten können die Kandidaten zunächst frei über das sprechen, was ihnen wichtig ist. „Welche Themen angesprochen werden und welche nicht, sagt etwas aus“, findet der 16-Jährige. Danach stellen die Jugendlichen den Politikern Fragen, die diese mit Ja oder Nein beantworten können oder zwischen zwei Möglichkeiten wählen können. Die Videos werden über die sozialen Netzwerke hochgeladen.

Mit solchen Aktionen will man Kontakt zu den jungen Bruckern halten. Denn trotz Corona werden sie immer wieder auf ihre Aktivitäten angesprochen. Sie wissen, dass ihren Altersgenossen die Treffen mit mehreren Freunden, nicht nur im Freien sondern auch an anderen Orten, fehlen, auch Vereinssport. „Onlinetraining ist nicht das Gleiche“, sagt Butterer.

Der Stadtjugendrat (Altersgruppe 18 bis 21 Jahre, von u. n.o. und von l.n.r.): Valentin Eckmann, Fabian Eckmann, Lisa Rubin, Benedikt Bucher, Lukas Braumiller, Quirin Droth und OB Erich Raff. Nicht im Bild ist Lena Sabokat. 

Mit dem neuen Vereinsheim auf dem ehemaligen Stockschützenareal wollen die Stadtjugendräte den Draht zur Jugend weiter stärken. Im August sollen sie das Gebäude übernehmen, wenn das Areal an die Stadt übergeht. „Dann werden wir an dieser Stelle Aktionen planen“, kündigt Butterer an. „Das Heim bedeutet für uns vor allem einfachere Sitzungen und Treffen, und eine bessere Verbindung zu den Jugendlichen in der Stadt.“ Denn das ganze Areal soll eine Anlaufstelle für die Heranwachsenden werden.

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