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Ein trauriges Bild: Der Silbersteg wird immer wieder von Neuem beschmiert. 

Erste Anzeigen

Silbersteg: Torbogen wieder verschmiert

Fürstenfeldbruck – Der Torbogen am Silbersteg ist erst im Oktober gestrichen worden. Schon einige Tage danach verewigten sich die ersten selbst ernannten Künstler wieder auf der weißen Farbe. 

Es ist einfach nur ärgerlich und teuer: Immer wieder wird der Bogen am Silbersteg beschmiert. In allen Regenbogenfarben prangen die Schriftzüge auf dem historischen Bauwerk. Teilweise kann man sie nicht mal entziffern. Einige der Schmierereien sind so genannte Tags – sprich Erkennungszeichen von Sprayern.

Anzeigen und Video-Überwachung

Jetzt sollen die Schmierfinken bestraft werden. „Die Stadt hat bereits Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstattet“, sagt eine Sprecherin des Rathauses. Denn nicht nur der Torbogen, sondern beispielsweise auch Infotafeln würden immer wieder verschmiert.

Außerdem denke man bei der Stadt darüber nach, eine Video-Überwachung zu installieren. Wie genau die Idee umgesetzt werden soll, sei allerdings noch nicht klar.

Immer wieder waren in der Vergangenheit Beschwerden über die hässlichen Kritzeleien bei der Stadt eingegangen . Doch die Brucker mussten sich gedulden. Der Grund: Weil das Bauwerk denkmalgeschützt ist, musste das zuständige Amt die Farbe, die die Mitarbeiter des Rathauses verwenden wollten, erst absegnen.

Nur wenige Tage ohne Kritzeleien

Ein trauriges Bild: Der Silbersteg wird immer wieder von Neuem beschmiert.

Im Oktober war es dann so weit: Die Maler rückten an und überstrichen die Krakeleien. Im neuen Glanz durfte der Steg aber nur zwei Tage erstrahlen. Dann wurde er wieder beschmiert – anfangs mit Filzstift. „Wir möchten ja dass der Steg schön und sauber bleibt, aber es ist schon frustrierend wenn es nach dem neuen Anstrich gerade ein paar Tage dauert bis sich wieder jemand mit Filzstift verewigt“, so die Sprecherin der Stadt. Insgesamt kosteten die Malerarbeiten rund 5000 Euro. Alleine das notwendige Gerüst für die Maler schlug mit 3000 Euro zu Buche. Fällig werden dafür natürlich Steuergelder.

Der um 1900 von Anton Aumiller in Auftrag gegebene Torbogen verbindet Schöngeisinger- und Bullachstraße. Mit seiner zentralen aber trotzdem idyllischen Lage lockt er vor allem im Sommer viele Spaziergänger. Auf der nahen Halbinsel befindet sich auch die Kneipp-Anlage. Im Winter nutzen viele Brucker den Steg als Abkürzung Richtung S-Bahnhof Fürstenfeldbruck.

Marco Gierschewski

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