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Der Bezirk ist beispielsweise letztlich der Täger der Psychiatrie in Fürstenfeldbruck

Zwei Stimmen am 14. Oktober

Das sind die Kandidaten der Region Fürstenfeldbruck für die Wahl zum Bezirkstag

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Gleichzeitig mit der Landtagswahl findet am 14. Oktober auch die Wahl zum Bezirkstag Oberbayern statt. Auch hierfür bewerben sich etliche Kandidaten aus der Region Fürstenfeldbruck. 

Fürstenfeldbruck/München - Der Bezirk ist die dritte kommunale Ebene nach den Gemeinden und den Landkreisen und kreisfreien Städten. Der Bezirk erfüllt überörtliche Aufgaben der Daseinsvorsorge, die über die Zuständigkeit oder das Leistungsvermögen der Landkreise und kreisfreien Städte hinausgehen. 

Der Bezirk ist überörtlicher Sozialhilfeträger (Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, Hilfe zur Pflege in stationären und teilstationären Einrichtungen), Träger von Fach- und Sonderschulen, über die „Kliniken des Bezirks Oberbayern - Kommunalunternehmen“ Träger von psychiatrischen und neurologischen Fachkrankenhäusern (wie etwa die Kbo in Fürstenfeldbruck) und zuständig für regionale Kulturarbeit und Heimatpflege - sehr bekannt ist beispielsweise das Freilichtmuseum Glentleiten. 

Hauptorgane des Bezirks sind der Bezirkstag, der Bezirksausschuss und der Bezirkstagspräsident. Der Bezirkstag ist die Vertretung der oberbayerischen Bürger und besteht aus 57 ehrenamtlichen Mitgliedern, die jeweils für fünf Jahre gleichzeitig mit dem Landtag gewählt werden. Den Vorsitz im Bezirkstag führt der Bezirkstagspräsident, der aus der Mitte des Gremiums gewählt wird. Er vertritt den Bezirk nach außen und vollzieht die Beschlüsse der Gremien. Der Sitz der Verwaltung des Bezirks Oberbayern ist in München in der Prinzregentenstraße 14. Der Bezirk legt auch die Umlage fest, die die Landkreise an ihn abzuführen haben, analog zur Kreisumlage, die die Gemeinden an die Kreise zu übeweisen haben. Eine saftige Erhöhung zu Gunsten der Rücklage beispielsweise sorgte im Jahr 2012 für Ärger.

Der Stimmkreis 118 Fürstenfeldbruck-Ost

Der Stimmkreis Bruck-Ost besteht aus: Große Kreisstadt Germering und die Gemeinden Adelshofen, Alling, Althegnenberg, Egenhofen, Eichenau, Emmering, Gröbenzell, Hattenhofen, Jesenwang, Landsberied, Maisach, Mammendorf, Mittelstetten, Oberschweinbach, Olching, Puchheim des Landkreises Fürstenfeldbruck. Im Stimmkreis 118 Fürstenfeldbruck-Ost sind ca. 118.000 Personen stimmberechtigt (2013 waren es 117.378). Auf den gesamten Landkreis Fürstenfeldbruck (also einschließlich der zum Stimmkreis 120 Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West gehörenden sechs FFB-West-Gemeinden) werden es umgerechnet knapp 157.000 Stimmberechtigte sein.

Für den Stimmkreis 118 Fürstenfeldbruck-Ost treten zwölf Direktkandidaten an: Diese sind Gabriele Off-Nesselhauf (CSU) aus Germering, Martin Eberl (SPD) aus Eichenau, Michael Schanderl (FW) aus Emmering, Gina Merkl (Grüne) aus Mittelstetten, Peter Münster (FDP) aus Eichenau, Stephan Holzmann (Die Linke) aus Pullach, Michael Graf (Bayernpartei) aus Erdweg, Max Keil (ÖDP) aus Puchheim, Roger Rösch (Piraten) aus Alling, Beatrix Neuber (AfD) aus Fürstenfeldbruck, Andreas Ströhle (FLO) aus Fürstenfeldbruck sowie Alexander Wied (Tierschutzpartei) aus Röhrmoos.

Der Stimmkreis Fürstenfeldbruck-West/Landsberg

 Im Stimmkreis 120 Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West bewerben sich zehn Direktkandidaten für den Bezirkstags. Es sind dies Josef Loy (CSU) aus Eresing, Eva Avilès Caredenas (SPD) aus Schondorf, Jonas Pioch (FW) aus Landsberg, Jan Halbauer (Grüne) aus Fürstenfeldbruck, Melanie Tietgen (FDP) aus Olching, Jörn Weichold (Die Linke) aus Fürstenfeldbruck, Hermann Dempfle (BP) aus Rott, Rolf Schneidenbach (ÖDP) aus Landsberg, Heike Themel (AfD) aus Moorenweis und Axel Flörke (FLO) aus Landsberg am Lech

Der Stimmkreis 120 umfasst den Landkreis Landsberg am Lech sowie die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck und die Gemeinden Grafrath, Kottgeisering, Moorenweis, Schöngeising, Türkenfeld des Landkreises Fürstenfeldbruck. Wahlberechtigt waren bei der Landtagswahl 2013 123.048 Einwohner. 

Listenkandidaten

Auch bei der Wahl zum Bezirkstag gibt es einige Kandidaten, die nur über die Liste antreten, also sich um kein Direktmandat bemühen. So kandidiert etwa der Moorenweiser Bürgermeister Joseph Schäffler für die CSU, Stefan Weinberger aus Fürstenfeldbruck für die FW, Christine Ganzhorn aus Eichenau für die Grünen, Christian Heldwein aus Jesenwang für die FDP, Maria Mayr aus Geltendorf für die Linke genau wie Julian Fernandez-Tabernero aus Geltendorf und Adrian Best aus Fürstenfeldbruck. Ebenfalls über die Liste kandidieren Gabriele Nordt aus Alling für die AfD, Kottgeiserings Bürgermeisterin Sandra Meissner für die FLO, genau wie Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer und Ewald Zachmann aus Olching.

So wird gewählt

Neben den beiden Stimmzetteln für die Landtagswahl erhält der Wähler zwei für die Bezirkswahl: einen „kleinen“ blauen Stimmzettel mit den Direktkandidaten des Stimmkreises für die Erststimme und einen „großen“ blauen Stimmzettel mit den Listenkandidaten des Wahlkreises für die Zweitstimme. Jeder Wähler hat für jeden dieser vier Stimmzettel jeweils eine Stimme.

Mehr zur Landtagswahl finden Sie hier.

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