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Die Wünsche hängen auch am Baum des Standes der Kiener-Stiftung. Lara Fink pflückt einen. 

Das aktuelle Interview

So funktioniert der Brucker Wunschbaum

Damit die, die nicht so viel haben, auch ein schönes Weihnachtsfest feiern können, organisiert dieses Jahr erneut die Caritas die Aktion Wunschbaum.

Fürstenfeldbruck –  Zum ersten Mal ist Ursula Diewald-Rodriguez vom Brucker Caritas Zentrum die Organisatorin. Im Tagblatt-Interview verrät sie, wie die Aktion funktioniert.

-Frau Diewald-Rodriguez, können Sie kurz erklären, wie die Aktion funktioniert?

Menschen, denen es nicht möglich ist, für sich oder ihre Familie Geschenke an Weihnachten zu kaufen, können ihre Wünsche in den Gesprächen mit unseren Beratern äußern. Diese Wünsche werden dann an unseren Baum im Brucker Fenster gehängt oder können am Stand der Hans-Kiener-Stiftung – die dieses Jahr auch mit macht – abgeholt werden. Die Helfer suchen sich dann einen Wunsch aus und erfüllen ihn. Anschließend lassen unsere Berater die Geschenke den Wünschenden zukommen.

-Wie lange gibt es diese Aktion schon?

Die Caritas organisiert die Aktion bereits seit 2010. Wir waren bis dahin immer auf dem Christkindlmarkt vertreten. Als dann 2015 das Brucker Fenster aufgemacht hat, sind wir dort hingewandert. Jetzt sind wir, dank der Kiener-Stiftung, auch wieder auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.

-Was sind das dann in der Regel für Wünsche, die auf Erfüllung warten?

Meistens sind es Sachgeschenke also Spielzeug für die Kinder oder andere Kleinigkeiten. Die Preisspanne beträgt in der Regel zwischen zehn und 50 Euro. Aber auch Gutscheine sind sehr gefragt, sodass sich die Beschenkten selbst aussuchen können, was sie wollen.

-Welche Menschen kommen zur Caritas und wünschen sich etwas?

Na ja sie kommen nicht zu uns wegen der Wünsche. Sie sind meist bereits bei uns zur Beratung. Und dann werden sie von unseren Beratern gefragt. Unter ihnen sind sozial schwächer gestellte Menschen, die sich eigene Geschenke nicht leisten können, aber auch Flüchtlinge.

-Weiß der Schenkende, wem er ein Geschenk macht?

Nein, die Aktion ist natürlich anonym. Aber auf den Wunschkarten steht ein Kürzel drauf, damit wir die Geschenke wieder zuordnen können. Dazu wird in einem Einzeiler beschrieben, warum man sich dieses Geschenk gewünscht hat. So kann dann jeder, der helfen möchte, auch eine Auswahl treffen.

-Wie lange haben die guten Samariter noch Zeit Wünsche zu erfüllen?

Der 20. Dezember ist Stichtag, denn die Berater wollen die Geschenke ja noch vor Weihnachten verteilen. Aber die Hütte der Kiener-Stiftung auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Viehmarktplatz ist noch bis 23. Dezember besetzt. Wenn man noch ein Last-Minute-Geschenk machen will, ist das möglich.

Interview: Tom Eldersch

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