Alling

Postkarten aus der Region

So grüßt der Landkreis Bruck den Rest der Welt

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Fürstenfeldbruck - In Zeiten, in denen man mit dem Handy problemlos Bilder und Grüße verschicken kann, versendet kaum noch jemand Postkarten. Dennoch gibt es solche Karten von fast jeder Stadt und Gemeinde des Landkreises.

Maisach

Sogar Diebe lassen lieber die Finger von ihnen: Postkarten. Die Polizei Aachen hat zuletzt eine Hitliste der meist geklauten Konsumartikel vor Weihnachten veröffentlicht. Auf den vorderen Plätzen liegen Kleidung, Kosmetikartikel und Elektrogeräte. Schlusslichter der Liste sind falsche Fingernägel, Toilettenpapier und Postkarten.

Letztere sind wohl die größten Verlierer der Digitalisierung. Wer verschickt heutzutage schon noch per Post Grüße und Bilder eines Ortes, in dem man sich befindet, wenn man das auch per Smartphone machen kann? Doch nicht so schnell. Vielleicht sollte man der Postkarte noch eine Chance geben. Die Stadt Fürstenfeldbruck jedenfalls hat das getan. Im Rathaus hat man sich vor etwa einem Jahr dazu entschieden, selbst Postkarten zu gestalten und zu verkaufen, als „Service für unsere Bürger beziehungsweise Gäste der Stadt“, wie Sprecherin Tina Rodermund-Vogl sagt. Anlass war die Einführung des neuen Stadt-Logos.

2016 sind etwa 200 Stück verkauft worden. Ein Exemplar kostet 80 Cent. Es gibt fünf verschiedene Karten, die bekannte Brucker Motive zeigen, wie die Klosterkirche, die Amperbrücke oder das alte Rathaus. Rodermund-Vogl sagt: „Die Ansichtskarten werden tatsächlich eher von Touristen gekauft.“

Bruck 

In vielen anderen Städten und Gemeinden des Landkreises kann man ebenfalls Postkarten bekommen. Man kann sie entweder direkt im Rathaus erwerben oder in ansässigen Schreibwaren-Läden. Oft sind darauf freilich Motive zu sehen, die irgendwie für den Ort stehen. Dabei zeigt sich, wie facettenreich der Landkreis ist.

Nicht alle Kommunen haben eine derart idyllische Kulisse wie die Stadt Fürstenfeldbruck. In Germering etwa gibt es Karten, welche wahlweise die S-Bahn zeigen oder eine Wiese mit Blumen. Die Gemeinde Alling dagegen hat landschaftlich viel zu bieten. Im Rathaus hat man extra eine Karte mit Allinger Motiven entworfen, um Glückwünsche und Grüße zu versenden, wie Sprecherin Andrea Binder sagt.

Zudem lagert im Gemeindearchiv eine ganze Reihe von alten Postkarten. Eine, die gut zu Weihnachten und Winter passt, stammt aus den 1970er- Jahren. Sie zeigt das verschneite Alling mit Blick auf die Kirche und den Maibaum.

Daneben bekommt man Postkarten in „Monis Schreibwaren“ in der Griesstraße. Derzeit sind dort nur noch gezeichnete Grußkarten erhältlich. Inhaberin Monika Bauermann will im kommenden Jahr Motive aus Alling fotografieren. Eine Auswahl soll dann auf Postkarten abgedruckt werden.

Freilich hat das Postkarten-Geschäft im Landkreis schon bessere Zeiten erlebt. Im Mammendorfer Rathaus liegen drei verschiedene Postkarten aus. Doch VG-Sprecher Bernhard Frank sagt, das Interesse sei eher gering. Pro Jahr würde man etwa 20 Stück verkaufen. Bei der Gemeinde Türkenfeld hat man den Verkauf bereits aufgegeben.

Türkenfeld

Und auch in Maisach läuft der Verkauf eher schleppend. Vor zwei Jahren hat Claudia Gietzelt von Schreibwaren Auer einen Stapel voller Maisach-Postkarten bestellt. Darauf zu sehen sind unter anderem die Kirche und das Freibad. „Grüße aus Maisach“, heißt es darauf. Inzwischen sind fast alle Karten verkauft. Ein einziges Exemplar gibt es noch.

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