+
Cafés, Obststände, Platz zum Flanieren: Wenn es nach den Bürgern ginge, würde der Viehmarktplatz ein schlangenartiges Gebäude bekommen, in das Marktstände integriert sind (r.).

Entwürfe liegen vor

So könnte der neue Viehmarktplatz aussehen

Jetzt wurde die Modelle für den Viehmarktplatz vorgestellt. Doch ob es eine klassische Markthalle oder ein modernes schlangenartiges Gebäude sein soll – darüber gehen die Meinungen auseinander.

Fürstenfeldbruck „Jetzt sind wir gefordert“, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) am Rande der dritten und vorerst letzten Bürgerbeteiligungsrunde zur Gestaltung des Viehmarktplatzes. Bei der stellten die drei beteiligten Planer ihre konkreten Entwürfe vor. Dabei gab es von den Bürgern „ein recht eindeutiges Votum“, wie 3. Bürgermeisterin Karin Geißler sagte.

Bürger favorisieren eine moderne Vision

Der Bürgerfavorit von oben: Das Dach des gebogenen Gebäudes ist begehbar. Oben im Bild sieht man den Turm.

Mit roten Aufklebern durften die Brucker die von ihnen favorisierte Planung markieren. Recht deutlich setzte sich der so genannte Loop der Planer „Haack + Höpfner“ und „Planstatt Senner“ durch – ein modern anmutender Bau in Form eines Dreiviertelkreises mit begehbarem Dach und modularen Marktständen. Mit ausschlaggebend dafür, dass die Planung bei den Bürgern so gut ankam, ist der Turm, der bereits bei der vorangegangenen Beteiligungsrunde gelobt wurde. Dieser könnte an der Pucher Straße entstehen und die Zufahrt zur Tiefgarage, Wohnungen, einen Gastronomiebetrieb und ein Turmcafé beherbergen. Diese Idee gefällt den Bruckern weiterhin, wie aus Kommentaren hervorgeht, die einige auf Kärtchen schreiben durften.

Im 13-köpfigen Bauherrengremium landete der Entwurf jedoch nur auf Platz zwei. Lediglich vier der Vertreter und Berater der Stadt gaben ihr Votum dafür. Acht sprachen sich für den Entwurf der Büros „bbz“ und „Frölich Schreiber“ aus. Dieser sieht eine eher klassische Markthalle vor – von den Planern „Marktscheune“ genannt. Die Marktstände sind in das zehn Meter hohe Gebäude integriert, können aber auch auf den Platz rausgestellt werden.

Holzkonstruktion war ein Flopp

Eine eher klassische Markthalle: Diese Version gefällt der Stadt bisher am besten.

Abgekommen sind die Planer von ihrer früheren Idee, die Wände der Halle hochklappbar zu machen. Dies sei technisch zu aufwändig und damit zu teuer.

Komplett durchgefallen ist am Ende die Planung der Büros „planorama“ und „Hütten & Paläste“. Sie schlugen weniger ein Gebäude als vielmehr eine große Überdachung einer 30 Meter langen Fläche als Witterungsschutz vor. Die Holzkonstruktion mit mobilen Marktständen erhielt kaum Zustimmung von den Bürgern. Vom Bauherrengremium gab es ebenfalls nur eine Stimme.

Nun entscheide der Stadtrat

Raff kündigte an: „Wir gehen jetzt mit dem Votum des Bauherrengremiums in den Stadtrat.“ Sollte es dort zu einer knappen Entscheidung kommen, dann werde man sich am Bürgervotum orientieren. „Ich sehe die Meinung der Bürger als eine Stimme“, sagte der Rathauschef. Vor dem Herbst dürfte aber kaum mit einem Ergebnis zu rechnen sein. Laut Raff wollen die Stadträte zuvor in Klausur gehen und über die Entwürfe intern sprechen. „Dabei werden wir wahrscheinlich auch die Planer mit einbeziehen und auch über mögliche Änderungen sprechen“, so Raff. Vor dem Sommer werde diese Klausur wegen anderer Termine aber wohl nicht stattfinden.

Transparenz zählt

Mit dem Verlauf der Bürgerbeteiligung zeigte sich der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) zufrieden. „Wir wollten ein transparentes Verfahren, bei dem nicht nur das Bauherrengremium die alleinige Entscheidung trifft.“ Dass es nun dazu kam, sei ein Verdienst des erkrankt aus seinem Amt scheidenden OB Klaus Pleil (BBV). Der Brucker verfolgte die Präsentation der Modelle zunächst Seite an Seite mit dem Gröbenzeller Martin Runge, dem designierten OB-Kandidaten von BBV und den Grünen. Aufgrund anderer Termine musste Runge allerdings nach einer Stunde wieder gehen.

Andreas Daschner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jesus-Figur zerbrochen: War es der Sturm?
Bei Langwied in Moorenweis ist eine Jesus-Figur von einem Kreuz gefallen und zerbrochen. Die Polizei ermittelt.
Jesus-Figur zerbrochen: War es der Sturm?
Riesiger Bovist
Erst beim zweiten Hinsehen erkannte Jörg Lohfink aus Wenigmünchen, welchen Fund er da beim Gassigehen mit seinem Hund gemacht hatte:
Riesiger Bovist
Schnelles Internet für Allings Ortsteile
Schnelles Internet bekommen nun auch die Allinger Ortsteile Biburg, Holzhausen und Wagelsried.
Schnelles Internet für Allings Ortsteile
Dorfweiher vom  Schlamm befreit
 Ganz schön trüb war zuletzt der Löschweiher im Allinger Ortsteil Holzhausen. Sogar die Wasserversorgung aus dem Teich war nicht mehr gewährleistet. 
Dorfweiher vom  Schlamm befreit

Kommentare