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Sciher ist sicher: Hans Perzl (l.) lässt sich von Schreiner Wolfgang Dietz beraten.

Messe im Veranstaltungsforum

So schützt man sich vor Einbrechern

Die dunkle Jahreszeit hat wieder begonnen und damit auch die Zeit der Einbrecher. Meist sind Häuser und Erdgeschosswohnungen Ziel von Einbrüchen, vor allem in der Dämmerung. Was man da am besten dagegen tun kann, wurde bei einer Messe im Veranstaltungsforum gezeigt.

Fürstenfeldbruck – Die Kriminalstatistik der vergangenen Jahre zeigt, dass es einen deutlichen Anstieg im Bereich Einbruch und Diebstahl in Deutschland gegeben hat. Meist sind es schon lang keine romantisierten Einbrecher mehr, wie sie in Filmen und Büchern beschrieben werden. Organisierte Banden – häufig aus Osteuropa – nutzen vor allem die dunkle Jahreszeit, um unbemerkt in das Haus oder die Wohnung einzudringen.

Die Polizei ist häufig machtlos, da diese Banden so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Also sollte sich jeder Bürger so gut wie möglich selbst schützen und was es da für Möglichkeiten gibt, konnte man am vergangenen Wochenende auf der „Einbruchschutzmesse“ in der Tenne sehen. 20 von der Polizei zertifizierte Aussteller berieten die Besucher, wie sie ihr Haus einbruchssicher machen können.

Schreinermeister Wolfgang Diezt aus Dornwang bei Dingolfing ist einer dieser Aussteller, die auf einer sogenannten Errichterliste stehen. Dort werden Betriebe aufgeführt, die eine polizeiliche Überprüfung und Tests bestanden haben und damit zertifiziert sind. „Es gibt eine Liste für Hersteller und eine für Verarbeiter“, erzählt Dietz, „und diese Liste kann man im Internet einfach einsehen.“ Der Schreiner betreibt den Einbruchsschutz eigentlich nur nebenbei, doch die Nachfrage nach verstärkten Fenstern und Türen hat in den letzten Jahren sehr zugenommen, berichtet Dietz.

Einer der Interessenten für die Sicherheitsfenster ist der Maisacher Hans Perzl. Er ist bis jetzt zum Glück verschont worden, dennoch sieht er eine private Aufrüstung des Hauses gegen Einbrecher als sinnvoll an. Außerdem erzählt ihm Wolfang Dietz, dass der Staat inzwischen den Einbruchsschutz bezuschusst. So gibt es für die ersten investierten 1000 Euro 20 Prozent Zuschuss und danach für jeden weiteren Euro zehn Prozent. „Ich denke darüber nach, einen mechanischen Einbruchsschutz einzubauen“, verrät Perzl am Ende des Gesprächs noch.

Dass es auch aufwändiger geht zeigen die Jungs von der Zukos GmbH. Sie bieten von einem vor Ort Sicherheitscheck, bis hin zur umfangreichen Beratung und einer eigenen Alarmzentrale alles an, was das Einbrecherherz schockt. „Unser System hat bereits zu 370 Festnahmen geführt“, erzählt der Sicherheitsberater Michael Fischbach. Sein Bauleiter fügt hinzu: „Mit einer eigenen Notrufleitstelle können wir schnell am Ort des Geschehens sein.“

Wer nicht so viel Geld für technischen Schnickschnack ausgeben will, der sollte sich vielleicht gut mit seinen Nachbarn stellen. Laut Josef Dietz von der Kriminalpolizeiinspektion verhindern aufmerksame Nachbarn zu einem großen Teil Einbrüche und helfen bei der Aufklärung – die Aufklärungsquote liegt aber nur bei acht bis fünfzehn Prozent. „Wir haben hier in Bayern zwar die wenigsten Einbrüche, aber auch hier ist die Anzahl in den letzten Jahren gestiegen.“

Veranstalter Timothy Garthen ist vom Messe-Konzept überzeugt. „Sonst sind Sicherheitsdienstleister und Firmen nur Teil von Gewerbeschauen, doch unsere Messe beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema Einbruchsschutz und wir haben nur zertifizierte Aussteller“, sagt Garthen. (tel)

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