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Eine bunte Truppe hoch zu Ross: Die Darsteller bieten eine beeindruckende Show. Selbst der schwarzen Ritter haben im Publikum ihre Anhänger.

Fürstenfelder Ritterspiele

So waren die Fürstenfelder Ritterspiele

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Die Ritter regierten am Wochenende in der Kreisstadt. Die zweiten Fürstenfelder Ritterspiele waren ein Spektakel, das begeisterte. Nur die Preise gefielen nicht jedem.

Fürstenfeldbruck –  Zur Turniergeschichte: Schon als kleine Kinder mussten Prinzessin Tara und Prinz Martin vor den marodierenden schwarzen Rittern, die den Vater der Geschwister ermordeten, versteckt werden. Aufgezogen von einer Gauklertruppe werden sie eines Tages von einem rechtschaffenen Ritter gefunden. Tara und Martin treten in einem Turnier gegen die schwarzen Ritter an. Der Sieger erhält die Königskrone des Reichs.

Das folgende Spektakel gefiel den Zuschauern. Die Darsteller mussten unter anderem Ringe mit einer Lanze aufnehmen, einen auf einen Pfahl gespießten Apfel mit dem Schwert teilen oder einen Wurfstern aus vollem Galopp auf eine Zielscheibe werfen – wobei die schwarzen Ritter freilich betrogen, das Publikum beschimpften und am Ende verloren.

„Meine Kinder waren begeistert“, sagt eine Besucherin aus Emmering. Und auch ihr selbst habe das Turnier gut gefallen. Warum ihr Nachwuchs dennoch einen schweren Stand hatte: „Die Preise für Kinder sind schon sehr happig – und dann gibt es noch nicht einmal einen Sonnensegel.“ 16 Euro waren pro Kind für einen Tribünenplatz fällig.

Kein Sonnenschutz und teure Kinderkarten

Dafür schwitzen die beiden Kinder der 37-Jährigen auf ihren Plätzen gewaltig. Denn pünktlich zum Samstagnachmittags-Turnier war die Wolkendecke aufgerissen und die pralle Sonne brannte auf die Tribüne. Überhaupt sei für die Kleinen auch abseits des eigentlichen Turniers wenig geboten, ärgerte sich die zweifache Mutter. Zwar konnten sie auf dem Markt Boote basteln. „Aber das hat dann auch gleich wieder acht Euro gekostet.“ Dabei waren die Ritterspiele als Mittelalter-Spaß für Familien beworben worden. Die Familie aus Emmering wird wohl im nächsten Jahr wohl nicht wiederkommen. Obwohl ihr das Turnier ansonsten gefallen hat.

Den fehlenden Sonnenschutz beklagte auch Michaela Gutfreund aus Kissing. Die 38-Jährige war ebenfalls mit zwei Kindern da, die mehr als eine Stunde im sengenden Sonnenschein ausharren mussten. Sie findet das schade, denn auch ihr und ihrem Nachwuchs hat das Spektakel ansonsten gut gefallen. „Auch wenn nicht alles historisch korrekt war“, so die Kissingerin.

Erfahrenen Turnier-Fans gefällt‘s in Fürstenfeld

Aber nicht jeder beschwerte sich über die Preise. Für Erwachsene ohne Kinder waren die Ritterspiele eine günstige Alternative zu Großereignissen wie in Kaltenberg. Doris Frammelsberger aus München sagte jedenfalls: „Da kann man wiederkommen.“ Die 37-Jährige ist oft bei Turnieren und unrteilte über die Fürstenfelder Ritterspiele so: „Überschaubar, preislich okay, und es gibt ein schönes Lagerleben.“ Auch das Turnier selbst hat Doris Frammelsberger gut gefallen – auch wenn sie im Publikum meist alleine dasteht. „Ich stehe nämlich auf die schwarzen Ritter.“ 

Bilder: So spektakulär waren die Fürstenfelder Ritterspiele

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