Die Liegewiese und das Schwimmbecken in der Amperoase
+
Wer es ins Bad schafft, hat im Becken und auf der Liegewiese viel Platz, wie hier in der Fürstenfeldbrucker Amperoase.

Rein ins kühle Nass

Sommerhitze: So kommt man jetzt am besten ins Freibad

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
    schließen

Anstehen oder nur mit Voranmeldung im Internet: Jedes Freibad hat in Corona-Zeiten ein anderes Konzept. Das ein oder andere entwickelt dabei so seine Tücken.

  • Die Freibäder im Landkreis haben wegen Corona verschiedene Einlass-Bedingungen festgelegt.
  • Ein Schwimmbad hat komplett auf den Online-Ticket-Verkauf umgestellt.
  • Das Ausfüllen der Formulare mit Kontaktdaten führt mancherorts zu Wartezeiten.

Landkreis – Wer es ins Bad geschafft hat, findet gute Verhältnisse vor – wegen der Abstandsregeln ist mehr Platz in den Becken und auf den Liegewiesen als üblich. Deshalb zieht es vor allem Familien trotz der zusätzlichen Mühen in die Freibäder. Der ein oder andere hat auch schon seine Tricks entwickelt, wie es einfacher geht.

Gewusst wann heißt die Devise im Freibad Germering. Dort kann man nicht reservieren, und man muss sich an der Kasse mit Namen und Kontaktdaten registrieren. Das dauert! Resultat: Bei größerem Andrang bildet sich eine Warteschlange. Viele Badegäste – besonders Familien mit Kindern – kommen am Vormittag. Wer also erst am Nachmittag kommt, der hat gute Chancen, sich lästige Ansteherei zu sparen.

Heidi Angler und Pia Harnisch sind öfters mit ihren Kindern in dem Bad. Das Warten stört sie nicht sonderlich, obwohl sie einmal fast eine halbe Stunde anstehen mussten. Besonders mit kleinen Kindern sei es im Freibad trotz Einlass-Prozedere einfach besser als am See – und momentan auch leerer.

Vor allem vormittags bildet sich am Eingang des Germeringer Freibads eine Warteschlange. Grund dafür ist das Ausfüllen der Kontaktformulare.

Vorschlag: Formular mit Daten vorher ausfüllen

Mit ihren Kindern kommt auch Andrea Goldner aus Puchheim. Sie habe zu Hause zwar einen Pool, aber ihre Söhne Samuel und Tobias wollten ins Freibad, zum Tauchen und Springen. Monika und Franz Mergel aus Gröbenzell haben einen Verbesserungsvorschlag. Sie sind mit ihren Enkeln Emma (4) und Charlotte (10) nach Germering gefahren. Das mit der Schlange sei nicht zu ändern. Allerdings haben die beiden 69-Jährigen in anderen Bädern Systeme gesehen, bei denen die Besucher ihre Auskunftzettel bereits ausgefüllt mitbringen können. Das würde Wartezeiten verkürzen. Abgewiesen werden musste im Germeringer Bad im Corona-Sommer bisher niemand. Nie wurde die Grenze der erlaubten Besucher erreicht. 

Im Freibad Maisach ist das anders. Dort dürfen 200 Badegäste zugleich auf die Anlage. Tickets müssen online vorab gekauft werden. Dabei werden die Kontaktdaten erfasst. Die Karten gelten von 10 bis 14 Uhr oder von 15.30 bis 19.30 Uhr. „Es kann passieren, dass man zu den jeweiligen Einlasszeiten etwas warten muss“, sagt eine Sachbearbeiterin im Rathaus.

Freibad-Tickets werden unter der Hand weitergegeben

Am vergangenen Hitze-Wochenende waren alle Tickets vergriffen. Einige, die eines ergattert hatten, entschieden sich aber gegen einen Besuch im Bad. Daraus entwickelte sich eine Praxis, die man im Rathaus mit gemischten Gefühlen beobachtet: Die Karten wurden zum Tausch angeboten, etwa in Sozialen Netzwerken. Die Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten – der eigentliche Sinn der personalisierten Karten – leidet darunter entscheidend.

In der Amperoase in Fürstenfeldbruck ist man vom Online-Verkauf wieder abgekommen. „Es hat zu Doppelbuchungen geführt“, sagt Christian Kraus vom Bäderbetrieb. Allerdings kann man sich in diesem Freibad vorab online das Kontaktformular ausdrucken und daheim ausfüllen. Die Wartezeiten würden auch deshalb derzeit fünf bis zehn Minuten kaum überschreiten. Die Corona-Grenze von 500 Badegästen wurde hier noch nie erreicht.

Mammendorf: Einlasssperre wegen Überfüllung

Im Mammendorfer Freibad wird die Höchstmarke regelmäßig gerissen – obwohl 800 Badegäste gleichzeitig auf die Anlage dürfen. Wer dorthin aufbricht, sollte vorher unbedingt auf die Homepage des Bades schauen. Denn bei drohender Überfüllung wird der Zugang stundenweise gesperrt, wie Günter Sigl vom zuständigen Landratsamt erklärt. Am Dienstag war das etwa von 12 bis 15 Uhr der Fall. Die Sperrzeit wurde eingeführt, um die Situation an der Kasse zu entspannen. Denn bei Erreichen der Kapazitätsgrenze mussten die Angestellten vorher warten, bis 20 Gäste das Bad verlassen hatten. Erst dann konnten sie 20 Wartende reinlassen.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis lesen Sie hier.

lif, sb, ee

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare