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Die Dachfläche über dem Veranstaltungsforum soll für eine Photovoltaik-Anlage genutzt werden. Die Pläne sind aber umstritten. 

Gute Idee, schwer umzusetzen

Sonnen-Energie auf Forums-Dach

Fürstenfeldbruck - Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Veranstaltungsforums: Diese Idee hat einiges für sich. Leicht verwirklichen lässt sie sich allerdings wohl nicht – schon wegen des Denkmalschutzes.

Im Gegensatz zum Kulturreferent befürworten andere Stadträte die Idee – sofern der Denkmalschutz mitspielt. Wollenbergs Verärgerung über seine Kollegen ist entsprechend groß: „Ich bin wirklich empört.“

Norbert Leinweber, der Chef im Veranstaltungsforum, hatte im zuständigen Ausschuss die Quartalsberichte für das erste Halbjahr vorgelegt und dabei von einer Idee berichtet, die er für vielversprechend hält. So könnten bespielsweise auf der Hofseite der Tenne Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach angebracht werden. Er wolle eine Überprüfung veranlassen und habe auch schon mit Alexa Zierl (Grüne), Brucker Energie-Referentin und frühere Vorsitzende von Ziel 21, gesprochen.

Die Stadt könne so bei ihren Klimazielen vorankommen und eine solche Maßnahme sei auch für die Positionierung des Veranstaltungsforums am Markt gut: „Die Kunden interessiert es, wie grün unser Haus ist.“

Vom Kulturreferenten erntete Leinweber scharfen Widerstand. „Empörend“ fand Wollenberg die Vorschläge, das denkmalgeschützte Klosterensemble derart zu verändern. Auch wenn es vielleicht der Kundenwerbung diene: „Der Kommerz hat nicht jeden Platz auf diesem Gelände.“ Er werde persönlich mit dem Amt für Denkmalschutz reden, damit Leinweber dort die Grenzen aufgezeigt werden, so Wollenberg: „Da hört der Spaß auf.“ Als nächstes wolle man noch ein Windrad am Kloster aufstellen, so der Referent.

Doch nicht jeder Stadtrat war so kritisch wie der Kulturreferent. „Ein Prüfauftrag ist sicher nichts Verkehrtes“, meinte Jan Halbauer (Grüne). Man müsse zusehen, dass die Stadt weiterhin ihrer Rolle als Vorbild in punkto Klimaschutz gerecht werde. Auch der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) konnte Leinwebers Idee etwas abgewinnen. Er und seine Fraktionskollegin Birgitta Klemenz rieten dem Forums-Chef jedoch dringend, das Amt für Denkmalschutz sofort mit einzubinden. „Den Termin notfalls verschieben, damit der Denkmalschutz dabei ist“, sagte Raff. Die Behörde könne Probleme bereiten, sobald sie Bedenken anmelde.

von Fabian Dilger

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