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Blumen für die diesjährigen Sieger: Der Zweite Bürgermeister Christian Götz und Manfred Vögele, 2. Vorsitzender des Kulturvereins Fürstenfeld (3. u. 4. v.r.) gratulieren Leiter Matthias Weber (4. v. l.) und den Mitgliedern des Theater 5 (v.l. stehend) Jupp Peters, Helmut Weber, Katharina Holzhey, Nina Lutz, Thomas Koppelt, Steffen Buchmiller, Eva Gruber und Finn Pulfer (vorne kniend). 

Kulturverein zeichnet Theater 5 aus

Späte Ehre für einstige Schultheater-Truppe

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Die Verleihung des Kulturförderpreises ist inzwischen fester Bestandteil des Veranstaltungsfrühlings. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die Schauspieltruppe Theater 5.

Fürstenfeldbruck – Seit seiner ersten Verleihung im Jahr 2005 hat sich der Kulturförderpreis des Kulturvereins Fürstenfeld zu einer begehrten Auszeichnung entwickelt. Er ist mit 1000 Euro dotiert und soll bildende und darstellende Künste mit einem starken Heimatbezug würdigen. Bereits mehrere lokale Schauspielgruppen wie das Brucker Brett’l oder die Neue Bühne Bruck haben ihn in den letzten Jahren erhalten. In diesem Jahr geht er an das Theater 5, das 1981 aus einer Theatergruppe des Graf-Rasso-Gymnasiums heraus entstanden war und das seitdem jedes Jahr ein Stück auf die Bühne bringt.

Matthias Weber, Leiter des Theaters, hatte wohl schon länger auf die Auszeichnung gehofft. Kurz vor der Verleihung am Donnerstag im Veranstaltungsforum Fürstenfeld habe der ihn gefragt, wann sein Theater mal an der Reihe sei, berichtete Manfred Vögele, stellvertretender Vorsitzende des Kulturvereins in seiner Eröffnungsrede. Kurz darauf hatte das Warten ein Ende.

Die Lobrede übernahm Brucks Zweiter  Bürgermeister Christian Götz, selbst langjähriges Mitglied des Theater 5, für die erkrankte Karin Schleicher, die Vorsitzende des Kulturvereins. „Endlich haben wir den Preis“, sagte Götz, „aber wir sind auch selber schuld, dass es so lang gedauert hat. Warum heißen wir auch Theater 5 und nicht Theater 1 oder 2“, witzelte er.

Der Name sei zustande gekommen, erzählte Götz, weil sich keiner der Schauspieler die Zeit für die Proben habe merken können. Und als um 5 Uhr nachmittags nur der Theaterleiter selbst auftauchte, entschied man sich, die Probenzeit einfach in den Namen einzubauen.

Seit der Gründung haben inzwischen 88 Personen an den diversen Aufführungen mitgewirkt. Zu Beginn spielte man noch in der Mehrzweckhalle des Graf-Rasso-Gymnasiums, bevor es dann in einen ehemaligen Stall, das heutige Haus 11 auf dem Forumsgelände, ging. Es gab weder einen festen Fußboden noch eine Heizung. Die damaligen Besucher mussten hart im Nehmen sein. Inzwischen darf das Theater 5 im Forum auftreten. Man locke jährlich über 1000 Besucher in die Vorstellungen, berichtete Götz. Auch einen Proberaum im Haus 20 kann das Theater inzwischen sein Eigen nennen.

Zur Preisübergabe kam dann der Leiter Matthias Weber auf die Bühne und bedankte sich für die schöne Laudatio seines Schauspielkollegen. „Wir fühlten uns in Bruck immer schon heimisch und sind froh, hier spielen zu dürfen“, sagte Weber in seiner Dankesrede. Und er warf auch noch einen Blick voraus, denn unter dem Namen Theater 4 soll es zukünftig auch ein Jugendtheaterprojekt geben, welches im Idealfall bereits im Frühjahr 2019 sein erstes Stück aufführen werde.

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