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SPD fordert Geld für Fursty-Sportstätten

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Von: Fabian Dilger

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Modell des Fliegerhorstes © Weber

Die SPD will mehr Geld für die Fliegerhorst-Konversion bereitstellen – vor allem für die Sportanlagen. Finanzreferent Walter Schwarz fordert mehr Tempo und finanzielles Engagement bei der Planung eines Nutzungskonzepts.

FürstenfeldbruckDie Stadt kann nach dem Bundeswehr-Abzug zum Beispiel eine Schwimmhalle, Leichtathletik-Anlagen, einen Rasenplatz und Tennisplätze übernehmen. Dafür braucht es Vorplanungen: In welchem Zustand sind die Gebäude, was muss gemacht werden, wo könnte welcher Brucker Verein spielen? „Das ist eigentlich schon längst überfällig. Wir wissen aber noch gar nichts“, sagte Schwarz bei den Haushaltsberatungen im Finanzausschuss.

Er ärgerte sich, dass für 2019 keine Gelder für das Anliegen eingestellt sind. Die Genossen haben zu diesem Thema auch einen Antrag gestellt, der aber noch nicht behandelt worden ist. Schwarz forderte für die Jahre bis 2022 insgesamt 570 000 Euro für die Vorplanungen.

Der Finanzreferent geriet bei diesem Thema – wie schon häufiger – mit OB Erich Raff (CSU) aneinander. „Es ist viel zu früh“, antwortete er. Während Schwarz davon ausgeht, dass schon 2022 Sportstätten frei werden, hat Raff eine ganz andere Zeitplanung. Zwar laufe der letzte Offizierslehrgang auf Fursty offiziell in 2022 aus, vor dem 31. Dezember 2023 gebe es aber keinen Quadratmeter Boden von der Bundeswehr für die Stadt. Herwig Bahner (FDP), der das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum auf Fursty leitet, sagte, aus seiner Sicht gehe die Bundeswehr garantiert nicht vor 2024. CSU-Fraktionschef Andreas Lohde fand das Vorhaben der SPD begrüßenswert. Dass die Sportstätten untersucht und in ein Konzept gebracht werden müssen, sei Konsens: „Wir sind doch alle einer Meinung.“

Tatsächlich sind CSU und SPD nicht nur einer Meinung, die Christsozialen haben in derselben Causa bereits einen Beschluss erreicht. 2016 wurde ein fast identischer Antrag angenommen. Dass die Sportstätten – und auch alle anderen Bauten – angeschaut werden, ist also längst beschlossen.

Der Unterschied zum jetzigen Drängen der SPD ist, dass die Genossen viel mehr Geld dafür fordern. Lohde hält diese Forderung für „verfrüht“, weil es so viele „Unwägbarkeiten gebe“. Als Kompromiss schlug er vor, im nächsten Jahr Geld zu nutzen, das sowieso schon für die Konversion des Fliegerhorsts verplant ist. Diese Summen sind aber deutlich niedriger als das, was Schwarz möchte. Eine Entscheidung wurde nicht getroffen – der Antrag wird ohnehin noch behandelt.

400 000 Euro für die Konversion im Jahr 2019

Für Planungen am Fliegerhorst ist 2019 einiges im Etat eingeplant, etwa für den städtebaulichen Wettbewerb. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass alles im nächsten Jahr schon umgesetzt werden kann“, sagte Philipp Heimerl (SPD). Zumal die neue Konversionsmanagerin erst im April anfange. OB Erich Raff erklärte, dass die Auslobung im Januar auf den Weg gebracht werden soll. Alexa Zierl (Die Partei & Frei) hinterfragte, warum für 2019 und 2020 jeweils 400 000 Euro für den Zweckverband eingestellt sind. Ihr fehlen Erträge. „Wir müssten für das Personal und die Arbeit im Rathaus eine Kostenerstattung vom Zweckverband bekommen.“ Raff sieht das Geld als Startkapital. „Wir müssen erst schauen, wie sich der Zweckverband gründet.“ Dann könne man sich einigen. Auch der Landkreis hat Geld bereit gestellt.

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