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Um Verletzungen zu vermeiden: Turner trainieren oft über einer sogenannten Schnitzelgrube. Hier im Bild: Olympiasieger Florian Hambüchen .

In Bruck

Sportzentrum III: Finanz-Obergrenze für geplante Halle

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 Das geplante Sportzentrum III im Brucker Westen wird teurer und teurer. Nachdem die beteiligten Vereine die neueste Variante – zwei getrennte Gebäude für den TSV West und den TuS – überarbeitet haben, sprengen entsprechende Schätzungen den Kostenrahmen von 9,8 Millionen Euro. Inzwischen ist von rund elf Millionen Euro die Rede. Der entscheidende Grund: Die Zweifachturnhalle des TuS hat sich in den neuen Plänen deutlich vergrößert.

Fürstenfeldbruck – Nun möchte die Stadt einer Kostenexplosion den Riegel vorschieben. Der Sportausschuss hat mehrheitlich dafür gestimmt, den finanziellen Anteil am Bau der Halle auf 4,5 Millionen Euro zu begrenzen. Außerdem sollen die beiden Vereine ein konkretes Nutzungskonzept für ihre Gebäude vorlegen. Nun muss sich der Stadtrat damit beschäftigen.

Es ist das nächste Kapitel in der langen Geschichte des Riesen-Projekts an der Cerveteristraße, das viele Brucker Sportler und Politiker als dringend notwendig erachten. Zuletzt schien der Durchbruch gelungen zu sein. Erstmals hatte es im September eine politische Mehrheit gegeben für den Vorschlag des TSV, die Turnhalle und das West-Gebäude getrennt von einander auf dem Gelände zu bauen. Hinzu kommen drei Fußballplätze. Damals war klar, dass sich die Kosten von zuvor 8,6 auf voraussichtlich 9,8 Millionen erhöhen. Die Vereine sollten anschließend das neue Konzept konkretisieren. Nun folgt die nächste Steigerung.

Architekt stelltneue Pläne vor

Architekt Thomas Batzer hat die neue Machbarkeitsstudie in der Sitzung des Sportausschusses vorgestellt. Demnach ist das West-Gebäude etwas kleiner geworden. Die Turnhalle des TuS dagegen hat sich um einige Meter verlängert. Das liegt etwa an einer geplanten Schnitzelgrube mit einer Fläche von 125 Quadratmetern – ein Becken gefüllt mit Schaumstoffschnitzeln, in dem Geräteturner ohne Verletzungsgefahr trainieren können. Zum anderen erweitert sich auch der Anbau am anderen Hallenende. Darin sind ein Schulungssaal (Keller), ein Geräte- und ein Gymnastik- (Erdgeschoss) sowie ein Fitnessraum (Obergeschoss) untergebracht. Im Untergeschoss der Halle befinden sich Kegelbahnen und Umkleiden.

TuS-Präsident Helmut Becker verteidigte die Pläne vor den Ausschussmitgliedern. Die Verein werde die Halle jahrzehntelang nutzen, sagte er. „Da brauchen wir was Gescheids.“ Für die teuerere Variante – die Trennung in zwei Gebäude – könne sein Verein nichts. Nach Beckers Rechnung kostet der TuS-Bau 6,5 Millionen. Davon entfallen 4,5 auf die Stadt und 1,2 Millionen Euro auf den Bayerischen Landessportverband. Der Verein würde 700 000 Euro beisteueren. „Das wäre für uns die absolute Obergrenze“, sagte Becker.

Obwohl nahezu alle Stadträte betonten, grundsätzlich den Bau des Sportzentrums zu befürworten, stritten sie zum Teil heftig miteinander. Das lag unter anderem daran, dass Oberbürgermeister Erich Raff kurz vor der Sitzung der Presse den Inhalt eines Gutachtens zum Viehmarktplatze präsentiert hatte. Der Tenor: Die von der Stadt vorgelegten Konzepte zur Neugestaltung des Areals rechnen sich nicht. Alexa Zierl (parteifrei) kritisierte Raff dafür scharf.

Ausschuss sendetein letztes Signal

Jan Halbauer (Grüne) sagte: „Die Projekte, die wir uns ans Bein gebunden haben, sind einfach zu groß.“ Mirko Pötzsch meinte, wenn das gebaut werde, „ist eine Eishalle illusorisch“.

Raff kritisierte, dass Vorhaben wie die Viehmarktplatz-Gestaltung mit dem Sportzentrum verglichen werden. Er sagte, im Brucker Westen wohnen Zweidrittel aller Bürger. „Wir brauchen dringend ein Sportzentrum.“ Auch Andreas Lohde (CSU) sagte, Sport habe eine andere Bedeutung als die Gestaltung eines zentralen Platzes.

Einig war man sich, dass nun Schluss sein soll mit der Kostensteigerung beim Sportzentrum. Daher auch die Empfehlung des Ausschusses, die Kosten der Stadt für die Halle zu deckeln.Herwig Bahner (FDP) sprach von einem „letzen Signal, was die Umplanung maximal kosten darf.“ Grüne und SPD lehnten das Projekt grundsätzlich wegen zu hoher Kosten ab.

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