Streit wegen Bauplänen

Sportzentrum III Zankapfel im Wahlkampf

 Es herrscht weiter dicke Luft im Streit ums Sportzentrum III im Brucker Westen: BBV, Grüne, SPD und Freie Wähler (FW) wehren sich gegen den Vorwurf, sie würden die Realisierung des Projekts verzögern. Sie schieben dem amtierenden Bürgermeister Erich Raff (CSU) den Schwarzen Peter zu.

Fürstenfeldbruck – „Wir sind nicht gegen das Sportzentrum, wir wollen nur die beste Lösung finden“, sagte 3. Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) am gestrigen Donnerstag bei einem Pressegespräch. Dass die Stadträte der vier Fraktionen zu dem Termin geladen hatten, begründete Walter Schwarz (SPD) damit, dass Raff weiter verbreite „die anderen“ – gemeint seien BBV, Grüne, SPD und FW – würden das Projekt mutwillig verzögern oder gar verhindern. „Es ist nicht unser Problem, dass Erich Raff mehr als eineinhalb Jahre nichts umgesetzt hat“, hielt Geißler dagegen.

Und Schwarz erklärte, dass er die Diskussion lieber im Stadtrat als über die Medien geführt hätte. „Aber Erich Raff will das offenbar nicht.“ Der SPD-Stadtrat spielt damit darauf an, dass der amtierende Rathauschef einen gemeinsamen Antrag der BBV, SPD und Grünen nicht auf die Tagesordnung für die Sitzung am kommenden Dienstag gesetzt hat.

Die Antragsteller fordern darin, einen anderen Standort für die auch vom TuS Fürstenfeldbruck und dem Sportbeirat favorisierte Halle im Sportzentrum zu prüfen. BBV-Rat Willi Dräxler blickt dabei auf die neue Schule West. „Dort müssen wir sowieso eine Turnhalle bauen.“ Mit einer zweiten Halle an dieser Stelle könne man Synergien nutzen und so eventuell Kosten sparen. Auf dem Areal des TSV West könne man dann zum Beispiel noch einen Bolzplatz für die Kinder im Brucker Westen unterbringen. „Die nötigen Untersuchungen dafür könnten längst fertig sein, wenn Erich Raff schon etwas unternommen hätte, bevor ihm das Messer auf die Brust gesetzt wird“, sagte Schwarz.

Georg Stockinger, OB-Kandidat der FW, wirft Raff vor, Informationen zurückzuhalten. „Der Stadtrat sollte direkt vom Sportbeirat dessen Wünsche erfahren.“ Bislang würde dies über den Rathauschef gefiltert. Uli Schmetz (SPD) will ein klares Signal in Richtung des OB-Kandidaten der CSU schicken, „dass er sich nicht um ein absolutistisches Führungsamt bewirbt“.

Der Sportbeirat, auf den Raff sich berufe, habe nur empfehlende Funktion. „Die Entscheidungen treffen die Mandatsträger“, sagte Schmetz. Und dafür wolle man mehrere mögliche Varianten zur Auswahl haben, ergänzt Dräxler. Dass Raff dies blockiere, sei der Grund für die Verzögerungen. Schwarz: „Raff hat ein Jahr verplempert.“ (ad)

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