Grundschule 

Sprengeländerung nach Schulneubau

Jetzt sind alle zufrieden: Für die neueGrundschule im Brucker Westen werden extra dieSchulsprengel geändert. Damit sollen Kindergefördert werden, für die es besonders wichtig ist. Die Alt-Buchenauer werden von der Schule Nord in den Neubauumziehen.

Fürstenfeldbruck – Es geht vor allem um die Gegend um Buchenauer Straße und den Drudenbogen im Brucker Westen. Dort wohnen nach Ansicht der Verantwortlichen der Richard-Higgins-Grundschule viele Kinder mit Migrationshintergrund, die besonderer Betreuung bedürfen. Diese bekommen sie bisher auch, weil die Unterrichtsstätte ein sogenanntes Schulprofil Inklusion vorweist. Damit kriegt die Einrichtung mehr Geld vom Freistaat und kann zum Beispiel Lehrertandems für Klassen beschäftigen. Weil die Richard-Higgins-Schulfamilie in den Neubau an der Cerveteristraße umziehen und einen neuen Sprengel erhalten soll, fürchteten Schulleitung und Stadträte um dieses spezielle Angebot.

Viele Gespräche,viele Berechnungen

Die Schülerzahl wäre nicht mehr hoch genug. Deswegen hat die Rathausverwaltung nun noch einmal eine Sprengeländerung durchgerechnet. Sobald die neue Grundschule steht, werden die Zugehörigkeiten angepasst: Die Kinder aus besagter Gegend gehen dann an die Cerveteristraße. Dort wären genügend Schüler für das Schulprofil Inklusion vorhanden. „Viele Gespräche und viele Berechnungen“ hätte man gebraucht, erklärte der zuständige Sachgebietsleiter Michael Maurer im Ausschuss für Integration, Soziales und Jugend. Doch jetzt stimme das Ergebnis für alle Beteiligten: „Diese Variante ist abgestimmt mit der Schulleitung, dem Elternbeirat und dem Schulamt.“ Mit dem Neubau wird sich auch der Schulweg der Grundschüler aus der Alt-Buchenau ändern. Statt wie bisher an die Schule Nord gehen sie ebenfalls an die Cerveteristraße.

Angesichts der erarbeiteten Änderung lobten die Stadträte die Verwaltung. Eine Kostensteigerung bei dieser Umplanung verursache zwar einen „faden Beigeschmack“, sagte Schulreferentin Claudia Calabrò. Doch an anderer Stelle würde man in Zukunft dafür auch wieder einsparen, etwa bei den dann nicht mehr benötigten Containern an der Richard-Higgins-Grundschule.

Schulamt machtwenig Hoffnung

Calabrò war gleichzeitig dafür, auch für die Grundschule an der Richard-Higgins-Straße ein Schulprofil Inklusion zu beantragen. Schließlich gebe es auch in deren neuen Einzugsgebiet dann förderungsbedürftige Kinder. Hier hatte aber das Schulamt in der Vergangenheit den Bruckern wenig Hoffnung gemacht: Die Aussichten auf gleich zwei solcher Schulen im Stadtgebiet seien äußerst unrealistisch.

Andreas Ströhle (BBV) war mit der Zuteilung der Kinder aus der Buchenau nicht ganz zufrieden. Zwar liege der Schulweg innerhalb der gesetzlich erlaubten Zwei-Kilometer-Grenze. Doch die Cerveteristraße sei mit dem öffentlichen Nahverkehr schlecht vom Bahnhof Buchenau aus zu erreichen. Besser wäre es, Aich und Puch zu der neuen Grundschule zuzuteilen, argumentierte Ströhle.

Die Buchenauer Kinder könnten in die Grundschule Mitte gehen. „Wir werden es nicht jedem zu 100 Prozent recht machen können“, entgegnete Markus Droth (CSU). Er rate zu Gelassenheit. Er sagte, die Eltern der Schüler würden sich selbstständig organisieren. (fd)

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