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Über 20 Jahre war Manfred Fock Geschäftsführer des Sprint Vereins. Nun übergibt er an Karen Adomeit.

Sprint-Gründer geht in Ruhestand

„Schwitzen statt Sitzen“ - so hilft Satire-Autor jungen Straftätern

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Manfred Fock, der sich mit dem Sprint-Verein seit 1996 um straffällig gewordene Jugendliche kümmert, ist in den Ruhestand getreten. 

Fürstenfeldbruck – Es war kein Sprint, schon eher ein Langstreckenlauf, mit dem sich Manfred Fock aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen hat. Der Gründer und Leiter des Vereins für Sozial-Pädagogische Resozialisierungs- und Integrationsangebote – kurz Sprint – hat sich im Kreis seiner vielen aus nah und fern herbei geeilten Mitarbeitern in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 1996 kümmert sich der in Adelshofen lebende Fock, der in der Region auch wegen seiner sarkastischen Satirebücher („Heimatlauschen“, „Gartenzwerg-Trilogie“) und Fußballbücher („Der Schiedsrichter im Fußballsport“) bekannt ist, um straffällig gewordene Jugendliche. Der Verein vermittelt Arbeitseinsätze an Öko-Wochenenden – das Motto lautet „Schwitzen statt Sitzen“ – oder Sozialstunden in Senioren- und Pflegeheimen.

Vor zwei Jahren hat Fock in der Sprint-Geschäftsstelle neben der Amperbrücke das Repair-Café gegründet, in dem kaputte Gebrauchsgegenstände gerichtet werden. Seine Nachfolgerin wird die bereits bei Sprint tätige Karen Adomeit.

Bei der – wie es für einen Fußballfan angebracht ist – 90-minütigen Verabschiedung mit einer in einem Weißwurst-Essen gipfelnden Verlängerung würdigte Vereinsvorsitzender Hilmar Mainberger die Verdienste des Bald-64-Jährigen („Ohne Fock kein Sprint“). Der am 20. Juli 1955 geborene Ur-Münchner und leidenschaftliche Löwen-Fan hatte als Handelsvertreter, Montagehelfer sowie Taxifahrer gejobbt und nach einem Journalismus-Volontariat das Studium als Diplom-Sozialpädagoge abgeschlossen. 1985 hat er im Münchner Jugendamt damit begonnen, sich als Mediator zwischen Opfern und Tätern einzusetzen.

Als Pensionist hat Manfred Fock, dessen Bücher im eigenen Fangorn-Verlag erscheinen, nun Zeit und Muse, um sich seiner schriftstellerischen Tätigkeit zu widmen. Noch für dieses Jahr hat der Adelshofener ein neues Werk angekündigt.

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