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Auf dem Weg in den kleinen Saal: Staatsministerin Ilse Aigner hat im Veranstaltungsforum mit den Bruckern gesprochen. Andreas Lohde, CSU-Ortsvorsitzender (l.) begleitete sie.

Staatsministerin Ilse Aigner steht Bruckern Rede und Antwort

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Pünktlich war sie, Staatsministerin Ilse Aigner (CSU). Doch im kleinen Saal des Veranstaltungsforums erwarteten sie nur halbvolle Stuhlreihen. Am Donnerstag sprach die Vize-Ministerpräsidentin und Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie nach einer Tour durch die Klosterkirche vor etwa 80 Personen über die Wirtschaft in der Region.

Fürstenfeldbruck – Zumindest war der Vortrag so angekündigt worden. Auf Bruck-spezifische Themen warteten die Zuhörer aber vergebens. Stattdessen sprach die Ministerin über Wirtschaft im allgemeinen und machte ihren Standpunkt klar: „Nichts ist so sozial, wie das, was Arbeit schafft“ und „bevor ich etwas verteile, muss ich es erwirtschaften“.

Nach der Rede kamen die Ortsansässigen dann noch auf ihre Kosten. Die Staatsministerin stellte sich den Fragen aus dem Publikum. Als erster ergriff Franz Höfelsauer, Vorsitzender des Gewerbeverbands, das Mikro. Weil die Flächen der Stadt zur Ansiedlung für Gewerbe zur Neige gingen, sei das Rathaus interessiert an einer Fläche, die zwar in Bruck liegt, aber dem Freistaat gehöre. „Jetzt kann ich’s ja persönlich sagen: Das hätten wir gerne“, so Höfelsauer humorig. Und seine forsche Art zahlte sich aus. Zumindest mündlich gab die Staatsministerin schonmal eine zusage: „Des mach’ ma, aber ned g’schenkt.“ Auch bei der Entwicklung des Fursy-Areals sagte sie ihre Hilfe zu.

Zudem wollte Höfelsauer wissen, wie hoch Aigner die Gefahr eines Fahrverbots in München sehe. „Dann könnten unsere Betriebe wegen der Immissionen nicht mehr in die Landeshauptstadt fahren.“ Man werde alles tun, um das zu verhindern, so Aigner.

Und auch für Stadtrat Andreas Ströhle von der Piraten-Partei hatte sie eine gute Nachricht. Er hatte wissen wollen, ob es etwa für sein Unternehmen Brucker Netz (eine Art regionaler Internet-Handel) Unterstützung vom Staat gibt. „Beispielsweise könnte hier der Digitalbonus sinnvoll sein“, sagte Aigner und schob ein Lob hinterher: „Ich finde das Brucker Netz eine sehr gute Idee. Denn bestehende Firmen können davon profitieren.“ Die Wertschöpfung in der Region sei für sie als Wirtschaftsministerin eines der Kernthemen ihrer Arbeit.

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