Die Stadt will etwas für die Ausbildung der Erzieher tun. (Symbolbild)
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Die Stadt will etwas für die Ausbildung der Erzieher tun. (Symbolbild)

Aus dem Hauptausschuss

Stadt Fürstenfeldbruck setzt Anreize für die Erzieher-Ausbildung

Die Stadt will etwas für die Ausbildung der Erzieher tun.

Fürstenfeldbruck – Zum einen bietet sie künftig auch das Modell „OptiPrax“ an. Zum anderen sollen besonders talentierte angehende Erzieher ein Stipendium erhalten – und im Gegenzug nach Ausbildungsende weiter bei der Stadt arbeiten. Das beschloss der Hauptausschuss des Stadtrates.

Bereits im März hatte sich das Gremium mit der Thematik befasst. Das damals formulierte Ziel: Die Stadt möchte ausreichend Bewerber für Praktikumsstellen finden. Um besonders begabte Absolventen dann auch zu halten, sollen sie mit einer Art Prämie für die zwei Jahre belohnt werden, in denen sie an der Fachakademie lernen und somit kein Einkommen beziehen. Nun hat die Verwaltung die Details überarbeitet und das Konzept im Ausschuss erneut zu Diskussion gestellt.

„Die Erzieherausbildung ist ein wichtiges Thema“, sagte Kindergartenreferentin Kathrin Siegler (CSU). Nun biete man beste Voraussetzungen. Einig waren sich alle, ab Herbst auch Kooperationspartner für den Modellversuch „Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen“ – kurz „OptiPrax“ – zu werden. Das Modell verkürzt die Ausbildung von vier auf drei Jahre und richtet sich an Absolventen mit allgemeiner Hochschul- und Fachhochschulreife oder Berufsausbildung. Das erweitert den Bewerberkreis der Erzieherpraktikanten.

Bauchschmerzen hatten Willi Dräxler und Hermine Kusch (beide BBV) dagegen mit dem geplanten Stipendium von 450 Euro pro Monat für einen ausgewählten Praktikanten je Jahrgang. Dieser soll im Gegenzug sein Anerkennungsjahr bei der Stadt absolvieren und sich verpflichten, nach dem Abschluss mindestens drei Jahre in einer städtischen Kita zu arbeiten. Auch die neuen freien Kita-Träger in der Stadt dürfen künftig pro Jahr je ein Stipendium gewähren.

Hier werden andere Kommunen nachziehen müssen, fürchtete Dräxler. „Und das schafft ein ungutes Betriebsklima.“ Er regte an, dass die Stipendiaten auch zu Kitas der freien Träger im Stadtgebiet wechseln können. Die Frage sei, ob die freien Träger auch bereit seien, einen Wechsel zur Stadt zu akzeptieren, warf Michael Maurer vom zuständigen Amt ein.

Hermine Kusch wollte lieber ein Budget festsetzen, das auf mehrere Praktikanten aufgeteilt werden könne. Das war die Variante, die der Ausschuss im März favorisiert hatte. Gegen Kuschs Stimme beschloss der Ausschuss aber letztlich das Stipendium.

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