+
Über Kopfhörer oder Lautsprecher kann man dem Vorleser der Rathaus-Seite nun lauschen

Neuer Service 

Stadt-Homepage bekommt Vorlese-Funktion

  • schließen

Die Stadt macht ihre Homepage barrierefrei: Sie hat eine Vorlese-Funktion installiert. Eine freundliche Männerstimme zitiert die Texte für Menschen, die schlecht lesen können.

Fürstenfeldbruck – Auf der umfangreichen Internetseite der Stadt sammeln die Mitarbeiter alle wichtigen Informationen aus dem Rathaus. Neueste Entwicklungen aus der Politik, ein Behördenwegweiser und Tipps zum Thema Ausflugsziele oder Gastronomie sind nur ein Bruchteil der Themen, die nun auch im wahrsten Sinne des Wortes zur Sprache kommen.

Bisher gab es die Informationen nur in geschriebener Form. Jetzt kann man sich sämtliche Texte vorlesen lassen. „Über die neue Funktion können vor allem Menschen mit Sehbehinderungen, Senioren, Nichtmuttersprachler, Analphabeten oder Menschen auf der niedrigsten Lese- und Schreibstufe sämtliche Infos erhalten“, heißt es aus dem Rathaus.

Einen Vorteil biete die neue Funktion aber auch für Menschen, die die Homepage auf dem Smartphone oder Tablet aufrufen. Sie können sich die Inhalte nun beispielsweise beim Autofahren oder beim Sport anhören.

So funktioniert‘s: Auf jeder Seite wird ein kleines orangefarbenes Dreieck, eine Art Play-Taste, angezeigt. Wenn man darauf klickt, startet die Aufzeichnung automatisch. Fast fehlerfrei liest die Stimme die Texte vor.

„Wir haben das System bei der Firma Readspeaker gekauft und auf unserer Internetseite implementieren lassen“, sagt Tina Rodermund-Vogl, die bei der Stadt für die Vorlesefunktion zuständig ist. „Es ist ein Wunder der Technik. Sobald wir jetzt einen Text einstellen, kann die Computerstimme ihn automatisch lesen.“ Sogar Kommata berücksichtigt das System, dann macht der „Vorleser“ eine kleine Pause.

Einige Vokabeln werden noch eingelesen

1400 Euro kostet die Vorlese-Funktion die Stadt jährlich. Der Preis für das einmalige Installieren liegt bei 1500 Euro. „Relativ teuer ist dafür jedes Wort, das im Wörterbuch angelegt werden muss. Das kostet 15 Euro“, erklärt Rodermund-Vogl. Damit meint sie die Vokabeln, die der Computer falsch vorliest. „Zu ‘OB’ sagt das System momentan noch ‘ob’.“ Momentan sammle man im Rathaus die Wörter, die der „Vorleser“ falsch ausspreche. „Die wichtigen werden noch angepasst“, verspricht die Rathaus-Mitarbeiterin. Um viele handle es sich aber sowieso nicht, denn das System liest erstaunlich präzise.

Sogar die Vortragsgeschwindigkeit lässt sich an einem Rädchen-Symbol neben der Play-Taste einstellen. Zusätzlich kann sich der Zuhörer die Farbe aussuchen, in welcher die aktuell vorgelesenen Worte unterlegt werden sollen. Den Text muss der User nicht einmal vor dem Anhören herunterladen – er kann aber, wenn er will.

Momentan gibt es den Vorleser allerdings noch nicht für alle Seiten der Homepage. Das Seniorenportal befindet sich derzeit noch in Überarbeitung. Auch die Seiten „Brucker Stadtgespräche“ und die Konversionsseite unter www.fliegerhorst-ffb.de warten noch auf die neue Funktion. Ob der Rathausreport, der auf der Stadt-Homepage heruntergeladen werden kann, auch bald vorgelesen wird, ist noch unklar.

Kurzinfo:

Wer einen Vorlese-Fehler auf der Stadt-Homepage entdeckt, kann ihn per E-Mail an webredaktion@fuerstenfeldbruck.de melden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vorfahrt missachtet – Motorradfahrer (16) schwer verletzt
Am frühen Donnerstagmorgen passierte bei Mammendorf ein schwerer Unfall. Ein 16-Jähriger musste danach ins Krankenhaus.
Vorfahrt missachtet – Motorradfahrer (16) schwer verletzt
Neue Rektorin ist schon mitten in der Arbeit
Die Geltendorfer Grundschule hat eine neue Leiterin: Monika Völk. Die 56-Jährige freut sich auf die direkten Kontakte in einer kleineren Schule.
Neue Rektorin ist schon mitten in der Arbeit
Straßensperre in der Unteren Au beendet
Fünf Tage war der Supermarkt in der Unteren Au von der Außenwelt quasi abgeschnitten. Die Teerarbeiten auf der Staatsstraße sind zwar früher fertig geworden als geplant …
Straßensperre in der Unteren Au beendet
Urnengemeinschaftsgrab entlastet Angehörige
Auf den örtlichen Friedhöfen könnte es bald eine neue Bestattungsmöglichkeit geben: das Urnengemeinschaftsgrab.
Urnengemeinschaftsgrab entlastet Angehörige

Kommentare