Die Beleuchtung des Altstadtfestes entspricht nicht mehr den technischen Anforderungen.

Abgespeckte Variante

Stadt spart an Festbeleuchtung

Fürstenfeldbruck - Die Stadt beschafft zwar neue Lichter für Volks- und Altstadtfest, aber nur in einer abgespeckten Variante. 

So hell wie in den vergangenen Jahren werden die Straßen in der Innenstadt auch zu Festzeiten nicht mehr erstrahlen. Denn die Lichterketten reichen ab sofort nicht mehr so weit in die Wege hinein, wie es früher der Fall war. In der Augsburger Straße, wo es bisher bis zur Abzweigung Maisacher Straße flackerte, ist zum Beispiel schon nach den ersten paar Metern Schluss.

Die alten Lichterketten und Birnen, die bisher zum Volks- und Altstadtfest über den Straßenzügen rund um die Innenstadt hingen, entsprechen nicht mehr den Sicherheitsanforderungen, berichtete Michael Manhardt, Abteilungsleiter für Stromnetze bei den Stadtwerken im zuständigen Kultur- und Werkausschuss.

Man wolle auf Nummer sicher gehen, sagt Festreferent Markus Droth (CSU) auf Nachfrage. Auch nach dem Unfall beim Altstadtfest, der sich vergangenes Jahr ereignete. Dort hatte ein Musiker beim Kontakt mit der Bühnenkonstruktion einen schweren Stromschlag erlitten. Die Ursache ist immernoch unklar.

Für die neue Beleuchtung zahlt die Stadt ungefähr 10 000 Euro, wie Manhardt kalkulierte. Die Möglichkeit, dass die Stadtwerke die Elemente kaufen und dann an die Stadt vermieten, ist nach diversen Diskussionen mittlerweile wieder verworfen worden. Ein Großteil der jährlichen Kosten für die Beleuchtung entsteht sowieso nicht durch das Material, sondern durch die Montage und Demontage, die die Stadtwerke ausführen.

Lichter können nicht hängen bleiben

Uli Schmetz (SPD) wünschte sich deswegen, dass die Beleuchtung in der Zeit von Volks- bis Altstadtfest hängen bleibt. Nach der Verlegung des Volksfestes auf April wären dies gut drei Monate. Problem hierbei: Die Witterung würde dem Material einfach viel zu sehr zusetzen. Denn die Elemente sind nicht darauf ausgelegt, längere Zeit im Freien zu hängen. Die Lebensdauer würde dadurch „wesentlich eingeschränkt“, erklärte Manhardt dem Gremium.

Eine Beleuchtung, die Wind und Wetter trotzt, würde ungefähr das Dreifache kosten, schätzte er. Solche Lichterketten kommen zum Beispiel auf Schiffen zum Einsatz.

Weil die Zeit aber wegen des nahenden Volksfestes drängt, worauf zum Beispiel Festreferent Droth in eigener Sache hinwies, entschlossen sich die Stadträte auf Vorschlag von Franz Neuhierl (Freie Wähler), doch die billigere Variante zu nehmen.

Bei solch geringen Material- seien die Montage-Kosten allemal zu verkraften, meinte Neuhierl: „Wir reden zwar manchmal über 2000 Euro, aber es bringt uns nicht um.“ Wieso diese abgespeckte Variante, wollte Irene Weinberg (BBV) aber dennoch wissen. Und bekam eine Antwort vom Experten. „Die neue Beleuchtung kann man nur dort aufhängen, wo auch bereits die Straßenbeleuchtung, die sich über die Straße spannt, in neuem Ausbauzustand besteht“, so Manhardt.

von Fabian Dilger

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