Luftreinigungsgeräte werden im Landkreis Freising nur in vier Räumen zweier Schulen zum Einsatz kommen, in denen nicht gelüftet werden kann. SymbolFoto: Dittrich/dpa
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Luftreinigungsgeräte sollen zum Einsatz kommen.

Fürstenfeldbruck

Stadt will 156 Luftreiniger für Schulen kaufen

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Die Stadt schafft 156 Luftreiniger für die Grund- und Mittelschulen sowie einen Kindergarten an. Man hofft, dass die ersten Geräte nach den Pfingstferien einsatzbereit sind und den Kindern mehr Schutz vor Corona-Viren bieten

Fürstenfeldbruck – Das Thema hatte in den vergangenen Monaten für viel Wirbel gesorgt. Bereits im vergangenen Sommer hatte die SPD aufgrund der Corona-Pandemie die Anschaffung der Luftreiniger beantragt. Nach einer ersten Analyse wurden Geräte in den Schulen getestet. Im März beschloss der Stadtrat schließlich, Luftreiniger in zwei Tranchen anzuschaffen – zunächst für die Abschlussklassen der Grund- und Mittelschulen, dann weitere je nach Wunsch der Schulleitungen.

Wie Kämmerin Susanne Moroff im Stadtrat berichtete, haben alle Schulleitungen in den Osterferien auf einen Vorschlag der Stadt geantwortet. Einige waren mit dem Vorschlag der Stadt zufrieden, andere haben genaue Wünsche geäußert. „Wenn sich die Schulleitungen so entscheiden, ist das In Ordnung“, meinte Antragssteller Mirko Pötzsch (SPD). Man wolle niemandem etwas aufdrücken.

Nach den Rückmeldungen aus den Grund- und Mittelschulen muss die Stadt 154 Geräte anschaffen. Auch der Kindergarten Nord möchte zwei Stück haben. „Die übrigen Leiter der Kindergärten halten CO2-Ampeln für ausreichend“, berichtete Moroff. Auch diese wird die Stadt anschaffen.

Die erste Tranche – 29 Geräte für die Abschlussklassen und Lehrerzimmer – ist bereits ausgeschrieben, die zweite wird folgen. 15 Angebote seien bei der Stadt eingegangen, so Moroff. Der Zuschlag könne in den nächsten Tagen erfolgen. Die Stadt müsse mit rund 4000 Euro pro Gerät rechnen, bei 156 Geräten macht das 624 000 Euro, wobei die Stadt maximal mit einem Zuschuss von 351 000 Euro rechnen kann. Der Zuschussantrag sei unterschriftsreif, berichtete die Kämmerin. Damit kann er fristgerecht gestellt werden. „Alles ist im Zeitplan“, versprach OB Erich Raff. Dazu kommen knapp 15 000 Euro für die CO2-Ampeln.

Bis auf die Schule Mitte muss auch in Sachen Elektro-Installation nachgerüstet werden. Im Haushalt sind 235 000 Euro dafür eingeplant. „Ob das ausreicht, wird man sehen.“ Da der Stadtrat beschlossen hat, die Investition aus anderen Haushaltsmitteln zu finanzieren, muss an anderer Stelle gespart werden, betonte Moroff. Einen Vorschlag will sie in den nächsten Sitzungen machen.

Die Stadt rechnet in den Pfingstferien mit der ersten Gerätelieferung. Bei den CO2-Ampeln werde es relativ zügig gehen, vermutet die Kämmerin. Die Stadträte waren mit dem Ausgang der Angelegenheit, die doch für hitzige Diskussionen gesorgt hatte, zufrieden. Hier sei positiv agiert worden, sagte Pötzsch. „Warum hat erst Missstimmung aufkommen müssen?“

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