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Zusammenarbeit mit Schulen

Stadtbibliothek muss attraktiver werden

Die Brucker Stadtbibliothek geht neue Wege: Weil immer weniger Nutzer regelmäßig Bücher ausleihen, setzt die Einrichtung verstärkt auf Veranstaltungen und die Kooperation mit Schulen.

Fürstenfeldbruck – Leseförderung, die Bibliothek als Treffpunkt, Veranstaltungen – das sind die Bereiche, die immer mehr an Bedeutung und Nachfrage gewinnen. Die Zahl der Ausleihen ging vergangenes Jahr leicht zurück: auf insgesamt 396 000. „Damit bleiben wir auf auf einem hohen Niveau einigermaßen stabil“, sagte Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht bei ihrem Jahresbericht im Kultur- und Werkausschuss.

Doch der Trend im gesamten Bibliotheksbereich, nicht nur in Fürstenfeldbruck, ist klar: In Zeiten von Video- und Musik-Streaming im Internet verringert sich die Zahl der klassischen Bibliotheks-Nutzer, die sich dort jede Woche ihre Bücher oder CDs besorgen. Deswegen baut die Aumühle konsequent ihr Angebot für die Nutzer aus.

Die Zahl der Veranstaltungen und der Besucher steigt zum Beispiel kontinuierlich. Wichtiger Baustein dieser Strategie ist die Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort. Vergangenes Jahr konnte eine von Rupprecht „lang ersehnte“ Kooperationsvereinbarung mit allen Grund- und Mittelschulen in Fürstenfeldbruck abgeschlossen werden. „Beide Einrichtungen können voneinander profitieren“, sagte Rupprecht.

Die Bibliothek will den Schülern Lese- und Recherchekompetenzen beibringen. Die Kinder und Jugendlichen können dafür die Aumühle als Ort entdecken, an dem sie ihre Freizeit verbringen. „Das wird einer der Wege für die Zukunft sein“, sagte Rupprecht.

Das Lesen bleibe auch im 21. Jahrhundert eine Schlüsselqualifikation. In der Flut der Informationen, die heutzutage verfügbar sind, werde es immer wichtiger, die wichtigen Dinge herauszufiltern und bewerten zu können. Beispielsweise hatte Rupprecht mit einer dritten Klasse sechs Treffen, bei denen Geschichten und Sachbücher gelesen wurden. „Den Kindern macht es Freude, es war extrem erfolgreich“, so Rupprecht. Bei solchen zeitintensiven Projekten bekämen die Schüler viel mehr Lust aufs Lesen als bei einer normalen Klassenführung durchs Haus.

Erfolgreich mit Kindern arbeitet auch Christine Dietzinger. Sie organisiert seit vielen Jahren den Lese- und Theaterclub „Turmgeflüster“. Dafür erhielt sie im letzten Jahr den Deutschen Lesepreis, was Rupprecht bei ihrem Jahresbericht noch einmal hervorhob. (fd)

Erhöhung der Gebühren

Für die rund 5850 aktiven Benutzer werden die Gebühren erhöht. Für Erwachsene kostet eine Bibliothekskarte nun 18 Euro im Jahr (zuvor 15). Eine ermäßigte Karte für neun Euro (zuvor 7,50) bekommen zum Beispiel Schüler, Studenten, Menschen mit Behinderungen, Bezieher von Grundsicherung und Inhaber der bayerischen Ehrenamtskarte. Verringert wird dagegen die Säumnisgebühr für ausgeliehene DVDs. Bringt man diese zu spät zurück, dann zahlt man nur noch 20 Cent (zuvor ein Euro). Das letzte Mal wurden die Gebühren 2013 erhöht. Eine Anpassung in kleinen Schritten sei besser als eine saftige Erhöhung nach zehn Jahren Stillstand, sagte Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne). Für Alexa Zierl (Die Partei & Frei) sind die drei Euro mehr im Jahr angesichts des großen Angebots der Aumühle gerechtfertigt.

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