Wir haben das Gefühl, dass man uns gerne holt, wenn man junge Leute im Bild haben will, uns aber nicht mehr dabei haben will, wenn es ans Gestalten geht. Jonathan Grundmann

In Fürstenfeldbruck

Stadtjugendrat klagt: Wir werden übergangen

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Aus dem Stadtjugendrat kommt Kritik am Umgang mit dem Antrag zu mehr Präsenz der Stadtratsarbeit im Internet. 

Fürstenfeldbruck – Nachdem über den Antrag des Stadtjugendrates, die Stadt möge im Internet und über Facebook auf Stadtratssitzung hinweisen und die Inhalte vorher und nachher kurz zusammenfassen, kürzlich entschieden wurde (wir berichteten), meldet sich nun Antragsteller Jonathan Grundmann zu Wort. Der Stadtjugendrat sei – und das nicht zum ersten Mal – in seinen Satzungsrechten übergangen worden.

Grundmann beklagt, dass der Antrag aus dem Juni 2018 nicht binnen der vorgegebenen drei Monate behandelt worden sei. Und als er jetzt auf der Tagesordnung stand, seien er und Thomas Heiß, der zweite Unterzeichner und bis vor kurzem Vorsitzender des Stadtjugendrates, weder vorab einbezogen noch zur Sitzung eingeladen worden, in der über den Antrag abgestimmt wurde. „Wir konnten von unserem Rederecht nicht Gebrauch machen“, sagt Grundmann.

Es passiere oft, dass der Stadtjugendrat übergangenen werde. Die Satzungsrechte würden missachtet, sagt Grundmann. „Wir sehen das als ganz schwierig.“ So sei auch der neu gewählte und seit kurzem tätige Stadtjugendrat etwa gar nicht, wie üblich, über die auch ihn betreffenden Satzung des Stadtrates informiert worden. „Wir haben das Gefühl, dass man uns gerne holt, wenn man junge Leute im Bild haben will, uns aber nicht mehr dabei haben will, wenn es ans Gestalten geht“, sagt Grundmann. Auf die Frage, an wen sich die Kritik richte, sagte Grundmann, er gehe davon aus, dass es Sache des Oberbürgermeisters und seines Büros sei, sich um eine angemessene formale Einbindung des Stadtjugendrates zu kümmern. 

UPDATE: Kurze Zeit nach der Beschwerde reagierte die Stadt darauf. Sie weist die Vorwürfe zurück und will ein klärendes Gespräch führen.

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