Polizeikontrolle eskaliert: Mann liefert sich Verfolgungsjagd mit Beamten

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Der aktuelle Stadtjugendrat mit Jugendreferent Florian Weber (r.). Monika Schmidl (vorne, weiße Bluse) sagt: „Unsere Arbeit wird nicht geschätzt.“ foto: tb

Antrag skeptisch beäugt

Stadtjugendrat: „Wir werden ignoriert“

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Fürstenfeldbruck - Der Stadtjugendrat wünscht sich Pflanztröge in der Innenstadt und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Doch das zuständige Erwachsenen-Gremium ist skeptisch. Die jungen Brucker fühlen sich nicht ernst genommen.

Zukunftswerkstatt – so hatten die jungen Brucker ihre Klausur Anfang des Jahres genannt. Mitglieder des Stadtjugendrats und junge Brucker trafen sich, um verschiedene Ideen auszuarbeiten. Unter anderem wünschten sich die Mädchen und Buben, dass Hauptstraße und Geschwister-Scholl-Platz schöner werden. Den Nachwuchs-Politikern schwebten Pflanztröge und Blumenampeln vor. Sie stellten einen Antrag – Geld sollte bereitgestellt werden.

Den beäugten die Erwachsenen im Planungs- und Bauausschuss aber unlängst äußerst skeptisch – wozu vielleicht auch das Papier der Verwaltung beitrug, das wenig Spielraum ließ. Innenstadt und der Platz im Brucker Westen seien unlängst neu gestaltet worden, heißt es in dem Schreiben. An der Hauptstraße müssten für Hochbeete ganze Parkplätze aufgelöst werden, bei Festen würden die Elemente stören. Kurzum: „Es wird kein Gestaltungsspielraum gesehen.“

Karl Danke (BBV) beschrieb den Antrag als „nicht kreativ“. „Es ist ein Antrag, weil man eben einen stellen wollte.“ Willi Dräxler (BBV) relativierte. Er meinte, für die Verwaltung seien die Forderungen schwer umzusetzen. „Aber aus pädagogischer Sicht können wir das nicht einfach so abwiegeln.“ Franz Höfelsauer (CSU), Sprecher des Gewerbeverbandes, sagte: „Auch wir finden, der Hauptplatz könnte schöner sein. Wir denken daran, die Geschäftsführer bei der Pflege der Pflanzen einzubeziehen.“

Am Ende beschloss das Gremium, dass die Verwaltung zusammen mit Vertretern des Jugendrats die Vorschläge konkretisieren soll. Das wünschen sich auch die jungen Brucker. Allerdings habe sich die Verwaltung auch zwei Wochen nach dem Entschluss nicht bei ihnen gemeldet, wie Mitglied Monika Schmidl (21) sagt. Sie zeigt sich enttäuscht von der Art, wie Verwaltung und Stadträte mit dem Jugend-Gremium umgehen. Das Team sei im Vorhinein auf die Stadträte zugekommen, habe sich Tipps für den Antrag geholt. Immerhin wolle die Stadt, dass sich die Jugend engagiert. „Die Wahlbeteiligung wird bei den nächsten Wahlen nicht höher, wenn die Jugendlichen merken, dass sie nicht ernst genommen werden.“ Die gute Nachricht allerdings: Für die nächsten Wahlen haben sich zumindest genügend Brucker aufstellen lassen, wie die Stadt mitteilt.

In dem Schreiben heißt es von Seiten des amtierenden Bürgermeisters Erich Raff (CSU): „Über eine rege Beteiligung würde ich mich freuen, um deutlich zu machen, dass die Jugendlichen daran interessiert sind, ihre Anliegen in Form eines Gremiums gegenüber der Stadt und in der Öffentlichkeit zu vertreten.“

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