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Das Rathaus in Bruck.

Fürstenfeldbruck

Stadträte fühlen sich bei Verwaltungsumbau übergangen

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 Mehr Kindergärten und Horte, eine neue Grundschule und wachsende Anforderungen im sozialen Bereich: Die Stadtverwaltung bündelt all diese Aufgaben in einem neuen Amt für Bildung, Familie, Jugend und Sport.

Fürstenfeldbruck – Der Stadtrat wurde erst kurz vor der Umstrukturierung informiert. Dafür hagelte es Kritik.

Neben der Allgemeinen Verwaltung (Amt 1), der Finanzverwaltung (Amt 2), dem Rechtsamt (Amt 3) und dem Bauamt (Amt 4) wird es ab September ein eigenes Amt für den Sozialbereich geben. Dieser war bisher dem Amt 1 zugeordnet. Die Umstrukturierung erfolgt aus zwei Gründen, erklärte Roland Klehr, Leiter der Allgemeinen Verwaltung, auf Tagblatt-Nachfrage. Einer ist die Größe seiner Abteilung: „Fast die Hälfte der Belegschaft arbeitet im Amt 1.“ Künftig habe man fünf in etwa gleich große Einheiten. Der wichtigere Grund liege aber im inhaltlichen Bereich: Die Themen Schule, Kita und Soziales würden von Fachleuten betreut. Die Aufgaben steigen stetig. Er vertrete das Ressort in Amtsleiterrunden und müsse immer wieder Rücksprache halten, wenn es in die Tiefe gehe. „So dreht man Ehrenrunden“, sagte Klehr.

Stadträte hätten gern früher Bescheid gewusst

Die neuen Führungspositionen werden aus der Belegschaft besetzt. Leiter des Amts soll Michael Maurer werden, der weiterhin das Sachgebiet für Kinder- und Jugendhilfe sowie Sport leitet. Um Schulen und Mittagsbetreuung kümmert sich Nikoll Paluca, um die Kindertageseinrichtungen Michaela Raff – beide ebenfalls als Sachgebietsleiter. Laut Klehr ist keine Höhergruppierung geplant. „Dafür müssten sich die Aufgaben ändern.“

Die Stadträte kritisierten, nicht früher informiert worden zu sein. „Es obliegt dem Oberbürgermeister, seine Verwaltung zu sortieren“, sagte Philipp Heimerl (SPD). Doch man hätte das in der Fraktionsvorsitzendenrunde besprechen können. Sie finde es sehr merkwürdig, dass nicht mal die stellvertretenden Bürgermeister eingebunden waren, meinte Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne). „Ich glaube nicht, dass es keinerlei Auswirkung auf die Kosten haben wird.“

Auch Vize-Rathauschef Christian Götz (BBV) fühlte sich von den Plänen zum Verwaltungsumbau „arg überrumpelt“. Er sagte, er fürchte „um den Frieden in der Verwaltung“. OB Erich Raff konterte, es sei verwunderlich, wie jemand wochenlang seine Vertretung mache und nichts mitbekomme. „Der Stadtrat kann mögliche Mehrkosten ja ablehnen.“

Laut Klehr sind für dieses und nächstes Jahr keine zusätzlichen Personalausgaben anvisiert. Man könne jedoch nicht ausschließen, dass einmal eine Sekretärin für den Amtsleiter eingestellt werde.

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