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In Fürstenfeldbruck

Stadträte wollen verstecktes Vermögen aufspüren

Nachdem die Kommunalaufsicht die Kreditermächtigungen für das geplante Sportzentrum III im Westen sowie andere freiwillige Leistungen nicht genehmigt hat, muss sich der Finanzausschuss noch einmal mit dem Etat befassen.

Fürstenfeldbruck – Über die Folgen der Entscheidung der Aufsichtsbehörde wollen die Räte am kommenden Dienstag, 17. April, 18 Uhr, im Finanzausschuss beraten. Im Vorfeld hat die Fraktion Die Partei & Frei einen Antrag eingereicht. Sie will die Haushaltszahlen für Einnahmen und Ausgaben genauer aufschlüsseln und so verstecktes Vermögen aufspüren.

Für Florian Weber und Alexa Zierl hat der Brucker Etat zwei Gesichter: das offizielle düstere, nach dem die Stadt in den kommenden Jahren aufgrund der Pflichtaufgaben ihren Schuldenstand mehr als verdoppeln muss. Und das positive Gesicht: „Bruck hat in den letzten drei Jahren seine Schulden von 39 auf 29 Millionen verringert und zeitgleich die liquiden Mittel von 11 auf 30 Millionen gesteigert“, schreibt Zierl. Und nicht nur ihre Fraktion rechne damit, dass Bruck am Jahresende finanziell wieder besser dastehe als gedacht – wie in den Vorjahren auch.

Die Kommunalaufsicht prüfe nur die vorgelegten Zahlen. „Wenn man eine Art Worst-Case-Szenario mit rasantem Schuldenanstieg vorlegt, braucht man sich nicht wundern, wenn einem der Haushalt nur teilweise genehmigt und das Anpacken größerer freiwilliger Aufgaben in den nächsten Jahren untersagt wird.“ Und es stünden ja weitere Projekte auf dem Plan.

Nach Zierls Recherchen könnten sowohl höhere Einnahmen als auch geringere Ausgaben angesetzt werden. Daher hat die Fraktion beantragt, bestimmte Haushaltszahlen genauer aufzuschlüsseln. Auf der Einnahmeseite betrifft das insbesondere die liquiden Mittel. Auf der Ausgabenseite fordere man eine genauere Aufstellung der rentierlichen Investitionen – der Projekte, die der Stadt mittelfristig unter dem Strich Geld einbringen.  tb

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