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Stadtrat-Besuch in Erstaufnahme wegen jüngster Ereignisse abgesagt

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Nach einer Beschwerde des Brucker Stadtrats Christian Götz (BBV), ihm sei ein Besuch in der Erstaufnahme-Einrichtung am Fliegerhorst verwehrt worden, hat nun die zuständige Regierung von Oberbayern reagiert.

Bürgermeister Götz hatte eine Besuchsanfrage an die Regierung von Oberbayern gerichtet, bestätigte eine Sprecherin der  Regierung am Freitagvormittag auf Nachfrage. „Die Regierung von Oberbayern hat aufgrund der jüngsten Ereignisse entschieden, an dem Termin nicht festzuhalten“, heißt es in der Antwort. „Das Hauptaugenmerk der Verwaltung musste sich zu diesem Zeitpunkt auf die Aufarbeitung des Vorfalls richten, um zu geordneten Verhältnissen zurückzukehren,“ so die Sprecherin. 

Zeitgleich habe Regierungspräsidentin Maria Els, die in engem Austausch mit der Stadt Fürstenfeldbruck stehe, OB Raff, seinen Vize-Bürgermeister Götz, Dritte Bürgermeisterin Geißler sowie die Fraktionsvorsitzenden zu einem gemeinsam Gespräch Ende Oktober eingeladen. An diesem würden auch Vertreter der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck sowie des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord teilnehmen, kündigt die Regierung an.

Götz hatte neben seiner Beschwerde über zwei nicht angenommene Besuchsanfragen im Stadrat am Dienstag außerdem berichtet, gehört zu haben, dass es in der Einrichtung keine nach Geschlechtern getrennten Sanitär-Einrichtungen gebe.  Antwort der Regierung: „Selbstverständlich gibt es in der Unterkunft geschlechtergetrennte Sanitärräume.“ 

Am Freitag meldete auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi aus Olching, dass ihm ein Besuch am nächsten Mittwoch in der Dependance nicht erlaubt werde. Schrodi spricht von Geheimniskrämerei. Es sei sein Recht als Abgeordneter einer Partei mit Regierungsverantwortung, sich vor Ort zu informieren. Er wolle mithelfen, für Verbesserungen zu sorgen. Die Regierung argumentiert hier aber genau wie bei Götz: Wegen der Aufarbeitung der Vorfälle sei ein Besuch derzeit nicht möglich. Schrodi sei ein Ausweichtermin im November angeboten worden.

In der Großunterkunft war es zuletzt wiederholt zu Tumulten gekommen. Zuletzt startete die Polizei eine gezielte Aktion, um Verantwortliche zu finden. Vor einigen Monaten hatte die Stadt Bruck die Pläne der Regierung, die Unterkunft in eine Kurz-Zeiteinrichtung umzuwandeln abgelehnt. Seit Juli ist die Einrichtung nunmehr eine Dependance des Ankerzentrums in Manching. (st)

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