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Hat ein kritisches Auge auf den Stadtwerke-Neubau: Geschäftsführer Enno Steffens. Er und seine Mitarbeiter planen das Gebäude an der Cerveteristraße, das auf dem Modell l-förmig zu sehen ist. Die einzelnen Rechtecke in der Mitte stellen Wohnhäuser da, die gebaut werden könnten. 

2017 ist Spatenstich

Stadtwerke-Bau: So laufen die Planungen

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Fürstenfeldbruck - Der Stadtwerke-Neubau an der Cerveteristraße soll 2019 fertig sein. Firmenchef Enno Steffens (42) legt dabei viel Wert auf die Wünsche seiner Mitarbeiter. Deshalb wurden die Planungen noch einmal geändert.

2017 Spatenstich, 2018 die Verabschiedung von der Bullachstraße, 2019 Umzug: Mehr als 100 Mitarbeiter haben zwischen Cerveteri- und Rothschwaigerstraße bald ein neues zu Hause.  Kostenpunkt für den Bau: etwa 13,7 Millionen Euro. Tiefgarage wird es zwar keine geben. Sie hätte knapp eine Million Euro Mehrkosten verursacht. Doch: „Das Geld investieren wir in unsere Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Enno Steffens.

Mehr miteinander sprechen

Beispielsweise wurde ein so genanntes Raumbedarfsprogramm aufgestellt um zu sehen, wie die Arbeitswege günstig liegen. Ursprünglich hatte man drei separate Gebäude geplant, doch das hat sich nun noch einmal geändert. Am momentanen Standort an der Bullachstraße mit den getrennten Gebäuden sei die Kommunikation nicht optimal. Viel Info gehe verloren, so Steffens. „Deshalb haben wir umgeplant. Die Trakte sind nun miteinander verbunden.“

Um sich Inspiration – etwa für Lagerräume – zu holen, hat sich Steffens zusammen mit den jeweiligen Mitarbeitern andere Firmen angesehen. „Alle wurden in die Gestaltung eingebunden. Das ist auch innerbetrieblich ein gewisser Umbruch“, sagt Steffens. Demnächst wolle man sich auch branchenfremde Unternehmen genauer ansehen. „Beispielsweise zum Thema Medientechnik können wir uns dort informieren.“

Was passiert mit den alten Gebäuden?

Was mit den aktuell genutzten Gebäuden an der Bullachstraße nach dem Umzug geschieht, ist noch unklar. „Wir haben als Firma dann keine Verwendung mehr dafür“, erklärt Steffens schon jetzt. Einige Investoren hätten bereits ihr Interesse angekündigt. Allerdings wollten die meisten den Komplex, der aus mehreren Häusern besteht, nur im Ganzen kaufen. „Nur dann rechnet es sich, die denkmalgeschützten Gebäude instand zu setzen“, so Steffens.

Auf den freien Flächen neben dem Neubau könnten dagegen neue Wohnhäuser gen Himmel wachsen. Im Modell sind die Gebäude bereits dargestellt. Ein Teil des Areals gehört momentan der Stadt, ein anderer dem Münchner Wohnungsunternehmen Igewo.

Für die gesamte Amperoase wird ein Konzept erstellt

Zukunft Eisstadion und Bad: Für die gesamte Amperoase (Bad außen und innen, Eisstadion) soll ein Konzept entworfen werden. Einen Workshop mit Vereinen, Schulen und Mitarbeitern habe es bereits gegeben, so Stadtwerkechef Enno Steffens. Ein zweiter Termin steht an. Auch bauliche Maßnahmen sollen besprochen werden. Der neue Kopf des Teams wird künftig Andrea Hintermeier, die bis dato Badebetriebsleiterin war. 

Insgesamt produzieren die Stadtwerke ein Defizit von zwei Millionen Euro jährlich. Deshalb müsse man auch die Eintrittspreise überdenken, so Steffens. Trinkwasser: Ein wichtiges Thema sei wie schon 2014 auch in diesem Jahr die Sanierung des Trinkwassernetzes. Mit rund elf Prozent liegt der Verlust durch die Rohre nämlich um drei Prozent über dem deutschen Durchschnitt. 

Insgesamt haben die Stadtwerke 2015 rund 887 000 Euro in das Netz investiert. Deshalb mussten die Preise 2015 auch angepasst werden. Windenergie: Die Windräder in Malching und Mammendorf arbeiten wirtschaftlich und haben die Erwartungen der Stadtwerke sogar übertroffen. Weil die Möglichkeit, in der Region weitere Anlagen aufzustellen, bei der Firma wegen der geänderten rechtlichen Bedingungen als nicht gegeben gilt, investieren die Werke momentan zusammen mit weiteren Unternehmen im fränkischen Oerlenbach in einen Windpark, der gerade gebaut wird. 

Finanzen: Rund zwei Millionen Euro Gewinn haben die Stadtwerke im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftet. „Wir stehen im Vergleich zu anderen Stadtwerken gut da“, so Steffens. Zum 15. Mal in Folge habe man ein positives Ergebnis eingefahren. Die Ertragslage sei „absolut gesund“.

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