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Stadtwerke: Interessenskonflikt im Aufsichtsrat wegen Solarprojekt?

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Von: Ingrid Zeilinger

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Nachhaltiger Energielieferant: Photovoltaikanlagen.
Nachhaltiger Energielieferant: Photovoltaikanlagen. © Oliver Berg/dpa

Nach dem Rückzug von Franz Neuhierl aus dem Stadtrat mussten die Freien Wähler den Posten im Aufsichtsrat der Stadtwerke neu besetzen. Eigentlich eine reine Formalität.

Fürstenfeldbruck - Doch diesmal gab es Gesprächsbedarf. Denn vorgeschlagen war Markus Droth. Da dieser auch Initiator des Bürgerprojekts Solar ist, kam die Frage auf, ob das zu Interessenskonflikten führen könnte. Der Hintergrund: Droth hat ein Bürgerprojekt gegründet. Über eine Homepage wirbt er für den Kauf von Mini-Solaranlagen für Fassaden oder Balkone. Und er organisiert Sammelbestellungen bei der fränkischen Firma Sunset Energietechnik. Erst kürzlich fand die zweite Auslieferung in Fürstenfeldbruck statt.

Georg Jacobs (CSU) wollte nun wissen, ob diese Tätigkeit zu Interessenskonflikten bei der Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied führen könnte. Schließlich sind die Stadtwerke auch auf dem Energiesektor tätig. „Erstmal ist es eine Pflicht, bei jedem Einzelnen, in sich hineinzuhören, ob er in Interessenskonflikte kommen könnte“, sagte Rathaus-Jurist Christian Kieser. Doch den sah er nicht zwangsläufig. Denn als Aufsichtsrat überwache man die Geschäftsführung. „Wenn ich versuche, auf das operative Geschäft Einfluss zu nehmen, wäre das etwas anderes.“

Droth bekräftigte, es handle sich bei seiner Initiative um ein rein ehrenamtliches Engagement. „Ich habe keinerlei geschäftliche Beziehungen und keine vertraglichen Bindungen mit der Firma.“ Er habe eine bayerische Firma ins Boot holen wollen, und im Landkreis gebe es keine. Da auch die Stadtwerke stark auf das Thema Erneuerbare Energien setzten, sehe er da eher eine Ergänzung als einen Interessenskonflikt. Mit dieser Aussage gaben sich die Stadtratsmitglieder zufrieden. Lediglich Hans Schilling (CSU) stimmte gegen die Benennung Droths.  imu

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